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Dippoldiswalde

Teure Fotos im alten Sanatorium

Zwei junge Männer sollen ins Alte Raupennest eingebrochen sein. Nach Diebesgut wollen sie dort aber nicht gesucht haben. Der Gerichtsbericht.

Das alte Sanatorium steht seit langer Zeit leer.
Das alte Sanatorium steht seit langer Zeit leer. © Egbert Kamprath

Das ehemalige Sanatorium Raupennest in Altenberg steht schon lange leer. Weil es aber immer wieder vorkommt, dass Unbefugte das Gebäude betreten, dort randalieren oder auch nach verwertbaren Gegenständen und Materialien suchen, wird das Objekt überwacht.

So erwischte denn auch eine Polizeistreife am 11. August des vergangenen Jahres, gegen 2.30 Uhr nachts zwei junge Männer in den alten Gemäuern. Laut Staatsanwaltschaft sollen Martin S. und Robert S., die nur zufällig den gleichen Nachnamen tragen und nicht miteinander verwandt sind, erst einen Bauzaun ausgehebelt und dann ein Fenster des Sanatoriums eingeschlagen haben. Im Gebäude selbst sollen sie noch weitere Schäden in Höhe von 3000 Euro verursacht haben.

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Des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung beschuldigt, erklären die 26 und 29 Jahre alten Deutschen, dass sie keineswegs auf der Suche nach Diebesgut waren. Auch Vandalismus habe ihnen ferngelegen. Lediglich eine Fensterluke sei beim Öffnen heruntergestürzt und habe das Parkett beschädigt. Das aber sei keine Absicht gewesen, erklären die Angeklagten am Amtsgericht in Dippoldiswalde. Mit den übrigen, ihnen zur Last gelegten Beschädigungen wollen sie nichts zu tun haben.

„Wir sind dahin, um Bilder zu machen“, sagen sie weiter. Eine dumme Idee, wie sie heute einsehen. Da zahlreiche Handyfotos ihre Aussage belegen, stellt das Gericht das Verfahren gegen die beiden nicht vorbestraften jungen Männer vorläufig ein. Damit die Sache ganz vom Tisch ist, müssen sie jedoch jeweils eine Geldauflage in Höhe von 750 Euro an den Eigentümer des ehemaligen Sanatoriums bezahlen und die Bilder aus ihren Handys löschen.