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Teure Gutachten für die Schimmelhalle

Sie sollen klären, woher die Nässe in der Halle kommt. Fest steht, die Sanierung wird teuer und dauert.

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Von Ines Mallek-Klein

Die neue Turnhalle des Weißeritzgymnasiums in der Johannisstraße bleibt weiter gesperrt. Mit langwierigen Gutachten soll jetzt geklärt werden, woher die Nässe und der Schimmel in der Halle kommen, die für 1,3 Millionen Euro neu gebaut wurde. Erst danach kann mit der Sanierung begonnen werden, heißt es aus dem Landratsamt.

Nach ersten Gutachterbesuchen wiedersprechen sich die Einschätzungen, ob wirklich Risse in der Bodenplatte zu der Nässe geführt haben. Freitals Stadtrat Lothar Brandau (FDP) glaubt nicht an einen Baumangel. Er vermutet, dass die Halle nach Abschluss der Arbeiten nicht ordnungsgemäß gelüftet wurde und die Baufeuchte so zu der Schimmelbildung geführt hat. Der Kreisrat, der als Unternehmer in der Baubranche tätig ist, drängt auf eine schnelle Lösung.

Stimmt seine Theorie, würde der Landkreis auf den Kosten für die Sanierung sitzen bleiben. Er hätte als Bauherr seine Pflichten bei der Nachsorge für das Bauprojekt nicht erfüllt. Die Sanierung könnte teuer werden. Neben Sportgeräten, die mittlerweile entsorgt sind, sind auch Teile der Turnhallenwand vom Schimmel befallen.

Wann die Halle wieder genutzt werden kann, ist noch offen. Ihr Neubau und die Sanierung des Schulhauses in der Johannisstraße haben insgesamt fünf Millionen Euro gekostet. Die Halle sollte Anfang Oktober eingeweiht werden. Tage zuvor war der Schimmelbefall entdeckt worden.