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Teurer Winterdienst

Die Kosten für das Jahr 2013 übersteigen das Budget bei Weitem. Jetzt wird über eine neue Regelung nachgedacht.

Von Anja Weber

Bei der Hitze denkt sicherlich noch niemand an den Winter. Im Hohnsteiner Bauamt und in der Kämmerei aber wird genau darüber diskutiert. Und das hat seinen Grund. Die Stadtverwaltung musste ihre Ausgaben für den Winterdienst 2013 überziehen. Und das nicht bloß um ein paar Euro. Geplant waren 46 000 Euro. Verbraucht wurden letztlich über 76 000 Euro. Damit muss die Stadt rund 30 000 Euro zusätzlich aus dem eigenen Etat aufbringen.

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Die hohen Kosten sind vor allem im ersten Winterhalbjahr 2013 entstanden. Reichlich 60 200 Euro sind da für Schneeschieben und Streuen angefallen. Der harte Winter hatte die Kosten in die Höhe getrieben. Außerdem hatte die Stadt Hohnstein den Winterdienst für die Straße von Kohlmühle nach Altendorf übernommen. Dafür wurde mit der eigentlich zuständigen Stadt Sebnitz eine Vereinbarung abgeschlossen. Sebnitz zahlte an Hohnstein eine Pauschale von 3 000 Euro. Doch die hat nicht gereicht, Hohnstein hat viel Geld eingebüßt. Denn unterm Strich sind weit über 10 000 Euro zusammengekommen. Auf mehr als 7 000 Euro blieb die Stadt sitzen.

Die hohen Kosten haben Konsequenzen. Bislang wurde der Winterdienst in Hohnstein von privaten Firmen und von Mitarbeitern des Bauhofes erledigt. Alles in allem war das zu teuer. Aus diesem Grund soll der Winterdienst neu geregelt werden, informierte das Bauamt.

Bauhof wieder mehr einbinden

Und es gibt auch schon einen Plan, wie der Winterdienst ab Herbst 2014 aussehen könnte. Der Bauhof soll einen Großteil der Arbeiten wieder in Eigenregie übernehmen. Dazu sollen benötigte Fahrzeuge angemietet beziehungsweise geleast werden. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass dies kostengünstiger ist.

Eine endgültige Entscheidung darüber gibt es aber noch nicht. Die Stadträte wollen das in ihrer Haushaltsklausur noch beraten und erste Festlegungen treffen. Ziel ist es, die Kosten für den Winterdienst wieder auf ein normales Maß zu reduzieren, auch wenn die Winter etwas härter ausfallen sollten als im ersten Halbjahr 2014. Da musste die Stadt lediglich 13 200 Euro fürs Räumen und Streuen ausgeben.