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Teures Nachspiel wegen kontaminierter Böden

Die Beseitigung von LPG-Gülle muss gesondert erfolgen. Deshalb steigen die Kosten für die Sanierung einer Zufahrt.

Von Tina Soltysiak

Die hintere Zufahrt zur Pension Meißner in Marschwitz soll auf Vordermann gebracht werden. Das Hochwasser vom Juni hat auch in diesem Bereich seine Spuren hinterlassen. Der Schaden ist vom Freistaat Sachsen als Hochwasserschaden anerkannt und wird deshalb zu 100 Prozent gefördert. Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfall sieht vor, dass mit Baustart Bodenproben genommen werden. Dies ist am 17. Februar erfolgt. Dabei hat die Laborgesellschaft für Umweltschutz mbH aus Hartha festgestellt, dass das betreffende Gelände mit Gülle, die die LPG abgekippt hatte, verunreinigt ist. Somit muss das Material gesondert entsorgt werden, weshalb die Kosten in die Höhe schnellen.

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„Es sind etwa 900 Tonnen belastetes Material zu entsorgen“, sagte Bauamtsleiter Thomas Schröder während der jüngsten Ratssitzung. Der Aushub und der Transport zur Deponie nach Rochlitz kosten pro Tonne 28 Euro, erklärte er. Laut Beschlussvorlage werden rund 31 000 Euro fällig. „Die Kosten sollen mit anderen Hochwassermaßnahmen kompensiert werden, damit es nicht zulasten der Stadtkasse geht“, sagte Schröder. Die Verantwortlichen der Stadt Leisnig werden die Kosten mit bereits beendeten Maßnahmen verrechnen, die billiger realisiert werden konnten, als ursprünglich veranschlagt, erklärte er.