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Tharandt kassiert mehr Kurtaxe als geplant

Erstmals bescheren Touristen der Stadt mehr als 10 000 Euro. Geld, das Tharandt sofort wieder investiert.

Von Verena Weiß

Tharandt ist einen Besuch wert. Nicht umsonst zieht es jedes Jahr Tausende Touristen hierher. Dennoch ist das Potenzial der Forststadt am Rand des Tharandter Waldes noch nicht ausgeschöpft. Dafür braucht es Investitionen, die Geld kosten. Um an die nötigen Mittel zu kommen, erhebt die Stadt Kurtaxe. 10 000 Euro, so der Planansatz im Tharandter Rathaus, sollen pro Jahr für touristische Zwecke in die Stadtkasse fließen. Voriges Jahr war es sogar noch mehr: Exakt 12 920,65 Euro Kurtaxe haben die Unterkünfte in Tharandt und Ortsteilen 2013 eingenommen – so viel, wie noch nie.

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Ein Plus, das nicht nur die Stadt freut, sondern auch anstehende Investitionen möglich macht. Ein Teil des Geldes hat bereits Verwendung gefunden: Für rund 1 640 Euro wurde die Elektrik auf dem Meilerplatz in Tharandt erneuert. Schaltkasten und Verteiler waren verschlissen und mussten aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Auch in die Sanitäranlagen auf der Waldbühne in Kurort Hartha sind bereits über 2 000 Euro investiert worden, heißt es im Rathaus.

Der Chor wird obendrein mit 150 Euro für die Finanzierung seiner Konzerte im Erbgericht Kurort Hartha unterstützt. Für die neue Bestuhlung im Vereinshaus Erbgericht in Kurort Hartha fehlte hingegen 2013 das Geld. Da bis September 2013 nicht einmal 3 000 Euro aus den Einnahmen der Kurtaxe im Rathaus eingingen, mussten die neuen Stühle warten, so die Erklärung der Stadtverwaltung. Ein erster Teil der neuen Möbel, konkret 110 Stühle, kosten knapp 7 200 Euro. Das ist nicht nur etwas mehr als erwartet, sondern in Anbetracht weiterer Pläne auch mehr als die Einnahmen aus der Kurtaxe von 2013 hergeben. Eingeplant sind nämlich noch gut 1 300 Euro für eine neue Imagebroschüre der Stadt Tharandt, die bereits Ende April in Auftrag gegeben wurde, und die Beschilderung für den Weg der Lieder, die bereits im Tharandter Wald steht. Um die Finanzierung aller Maßnahmen dennoch zu sichern, müssen hierfür bereits erste Einnahmen aus diesem Jahr verwendet werden, knapp 430 Euro. Der Auftrag für die neuen Stühle im Erbgericht soll demnächst erteilt werden, so die Stadt.

Auch für dieses Jahr rechnet man im Tharandter Rathaus wieder mit einer Summe von 10 000 Euro aus der Kurtaxe. Ob der Plan aufgeht? Bis Ende Mai lagen jedenfalls gerade einmal 596,25 Euro in der Kasse. Im Vergleich zum Vorjahr ist das wenig. Um mögliche Rückstände auszuschließen, will die Stadt nochmals bei allen Vermietern anklopfen. Denn um die für dieses Jahr geplante Investition stemmen zu können, müssen noch einige Touristen Tharandt besuchen. Sollte der Plan am Ende des Jahres aufgehen, werden für das Vereinshaus Erbgericht in Kurort Hartha nämlich weitere 140 Stühle angeschafft. Kostenpunkt: knapp 9 400 Euro.

Mit der Kurtaxe hat sich Tharandt eine gute, wenn auch nur kleine Geldquelle verschafft. Seit 1994 verlangt die Stadt von Touristen in Fördergersdorf, Grillenburg, Kurort Hartha und Spechtshausen eine Kurtaxe. Seit 2012 auch für Übernachtungen in der Forststadt. Fällig ist die Kurtaxe für alle Touristen, die in Tharandt übernachten. Abgabepflichtige Gäste müssen von April bis Oktober pro Tag je einen Euro bezahlen. In den restlichen Monaten halbiert sich der Satz.