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Theresa ist das neue Blumenmädchen

Drei Kandidatinnen buhlten beim Blumenball um die Gunst der Jury. Gewinnen konnte am Ende nur eine.

© Daniel Förster

Von Dirk Schulze

Moderatorin Uta Bresan brachte den richtigen Schwung in den Abend. Nach der ersten Vorstellungsrunde fordete sie die drei Kandidatinnen für das Amt des Blumenmädchens spontan dazu auf, sich einen Partner zu suchen und den Ballabend mit dem ersten Tanz zu eröffnen. Das stand so nicht im Protokoll, funktionierte aber prächtig. Nach den ersten Takten, in denen die drei Mädchen mit ihren Vätern und Freunden übers Parkett glitten, war das Parkett des 18. Sebnitzer Blumenballs am Samstagabend in der Stadthalle auf einen Schlag gefüllt.

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Verzaubert: Der Großenhainer Milko Bräuer sorgte für magische Momente.
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Begehrte Blumenkrone: Jeanne Zupp aus Schöna (l.) und Franziska Wustmann aus Sebnitz (2.v.r.) standen mit Theresa Köhler zur Wahl. Emily Richters (r.) einjährige Amtszeit als Blumenmädchen ging zu Ende. Fotos: Dirk Zschiedrich
Begehrte Blumenkrone: Jeanne Zupp aus Schöna (l.) und Franziska Wustmann aus Sebnitz (2.v.r.) standen mit Theresa Köhler zur Wahl. Emily Richters (r.) einjährige Amtszeit als Blumenmädchen ging zu Ende. Fotos: Dirk Zschiedrich

Damenwahl ist Damenwahl, dachte sich dann wohl Kandidatin Theresa und nutzte die Gunst der Stunde. Zum nächsten Tanz forderte sie Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig (CDU) auf, der im Gegensatz zum bereits tanzenden Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) noch mit seiner Gattin am Tisch sitzen gelblieben war.

Die insgesamt achtköpfige Jury zur Wahl des neuen Blumenmädchens, in der neben Brähmig und OB Ruckh unter anderem auch noch der Landtagsabgeordnete Jens Michel (CDU) und Bad Schandaus Bürgermeister Andreas Eggert (parteilos) saßen, wertete diesen Vorstoß offenbar nicht als illegitimen Bestechungsversuch eines Jurymitglieds. Denn als zwei Bewertungsrunden später, nach einer spektakulären Zaubershow von Magier Milko Bräuer, einer eigenen Gesangseinlage von Uta Bresan und etlichen Tänzen kurz nach halb elf die Siegerin feststand, lautete der entscheidende Satz: „Gewonnen hat Theresa.“

Theresa Köhler ist damit das 18. Sebnitzer Blumenmädchen. Sie wird die Stadt und das traditionsreiche Kunstblumenhandwerk, das in diesem Jahr sein 180. Jubiläum feiert, in der kommenden Saison bei offiziellen Anlässen, Veranstaltungen und Tourismus-Messen repräsentieren. Die 16-Jährige stammt aus Ulbersdorf und besucht die zehnte Klasse des Sebnitzer Goethe-Gymnasiums.

Die Jury und das Publikum konnte sie mit einer musikalischen und tänzerischen Vorstellung überzeugen, bei der sie erst auf dem Akkordeon eine Cancan-Melodie spielte und anschließend gemeinsam mit zwei Freundinnen den gleichnamigen Tanz vorführte. Kandidatin Jeanne Zupp hatte in dieser Bewertungsrunde, in der auch das Publikum mitstimmen durfte, ein selbst geschriebenes Gedicht über Sebnitz vorgetragen, die Stadt, in der die Blumen auch bei Nacht blühen. Franziska Wustmann, die ebenfalls zur Wahl antrat, stellte in einer Präsentation ihren Lieblingsort in der Stadt vor, die Forellenschenke.

Den geschmückten Blumenhut und das Körbchen erhielt das neue Blumenmädchen aus den Händen von Vorgängerin Emily Richter. Ihre einjährige Amtszeit ist nun zu Ende. Mit hörbar gerührter Stimme bedankte sie sich bei allen, die sie während dieser Zeit unterstützt haben. „Es war ein wunderschönes Jahr mit dir“, sagte Oberbürgermeister Ruckh bei der Verabschiedung von Emily und erinnerte als Höhepunkt an die Präsentation der Stadt beim Deutschen Wandertag in Oberstdorf. „Dass Sebnitz den Zuschlag für den Deutschen Wandertag 2016 bekommen hat, das ist auch dein Verdienst“, erklärte Ruckh.