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Tickende Besuchermagnete

Acht Tage lang präsentierten sich Glashütter Uhrenfirmen in Basel. Jetzt werden die Bestellungen abgearbeitet.

© Getty Images for Glashuette Orig

Von Maik Brückner

Der Auftakt hätte für Nomos nicht besser laufen können. Gleich zu Beginn der internationalen Uhrenmesse in Basel wurde ein Produkt der Glashütter Firma zur Uhr des Jahres 2014 gekürt, das Modell Ahoi. Der Zeitmesser gewann den Wettbewerb der Herrenuhren aller großen internationalen Hersteller mit Abstand und ließ auch die Modelle der Glashütter Mitbewerber Glashütte Original und Lange hinter sich. Später am Messestand sorgte dann Nomos selbst für eine Überraschung.

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Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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In stilvollen Messehaus zeigte Nomos sein neues Schwing-System.
In stilvollen Messehaus zeigte Nomos sein neues Schwing-System.
Ins rechte Licht gerückt präsentierte sich Mühle in Basel. Fotos: PR/Kamprath (1)
Ins rechte Licht gerückt präsentierte sich Mühle in Basel. Fotos: PR/Kamprath (1)
An einem besonderen Tisch, dem Wondertable, konnten die Besucher von Glashütte Original mithilfe einer großen Lupe filigrane Komponenten, verschiedene Baugruppen, hauchzarte Zifferblätter und komplexe Uhrwerke aus der Nähe betrachten.
An einem besonderen Tisch, dem Wondertable, konnten die Besucher von Glashütte Original mithilfe einer großen Lupe filigrane Komponenten, verschiedene Baugruppen, hauchzarte Zifferblätter und komplexe Uhrwerke aus der Nähe betrachten. © Getty Images for Glashuette Orig

Die Uhrenfirma stellte dem Publikum ein selbstentwickeltes Swing-System vor: das Assortiment. Die Baugruppe ist vergleichbar mit dem Herzen des Menschen. „Das Herz macht bum, bum, das Schwingsystem ticktack“, sagt Uwe Ahrendt, Geschäftsführer von Nomos. Die Baugruppe ist kompliziert. Deshalb gibt es nur ganz wenige Hersteller. Der mit Abstand größte ist die Swatch-Tochter Nivarox. Von ihr beziehen fast alle Firmen das Schwingsystem. Nun hat Nomos ein eigenes System konstruiert. „Damit haben wir etwas geschafft, was in der Welt der Uhren sonst noch nicht gelungen ist. Es ist eine kleine Mondlandung in Glashütte“, sagt Judith Borowski, Mitglied der Nomos-Geschäftsführung.

Auch Glashütte Original hat etwas ganz Neues auf der Messe gezeigt, das Kaliber 37. Dieses Uhrwerk schlägt im neuen Chronographen, der Händler wie Fachjournalisten begeisterte, sagt Ulrike Kranz, Sprecherin der Firma. Um die Funktionsweise dieser Uhr zu veranschaulichen, wurde ein Hologramm konzipiert. Dieses war auf dem Messestand – scheinbar schwebend – in einer Vitrine zu sehen.

Ein Publikumsmagnet war ein Tisch, der Wondertable. Auf diesem konnte man mithilfe einer großen Lupe Baugruppen, hauchzarte Zifferblätter und komplexe Uhrwerke aus der Nähe betrachten.

Das alles spielte sich in der Halle ab, in der die Premiummarken ausstellen. Hier hatte das Messeteam von GO einen Stand aufgebaut, der 100 Quadartmeter größer war als der im Vorjahr. Auf drei Etagen wurden hier Besuchern, Fachjournalisten und Händlern die neuen Produkte vorgestellt. „Während der acht Messetage war unser Stand sehr gut besucht“, sagt Frau Kranz. Ähnlich ging es kleineren Firmen wie Tutima, Hemess und Bruno Söhnle, die ebenfalls auf der Messe waren. Auch Mühle hatte einen Stand aufgebaut. Dort wurde nicht nur das Modell Kampfschwimmer, das zusammen mit der Deutschen Marine entwickelt wurde, präsentiert. Auch das Modell 29 Classic Kleine Sekunde hatte seinen Auftritt. Es entstand nach dem Vorbild der historischen Messuhren, die Robert Mühle vor über 100 Jahren hergestellt hatte. „Die Uhr verleiht nicht nur unserer Tradition Ausdruck“, sagt Geschäftsführer Thilo Mühle. Mit dieser Uhr wolle seine Firma an das 145. Jubiläum der Firmengründung durch Robert Mühle erinnern. „Dieses Jubiläum werden wir im Sommer noch mit einer ganz besonderen Sonderedition feiern“, kündigt der Geschäftsführer an.

Inzwischen sind die Glashütter Messeteams zurückgekehrt. Nun werden die Bestellungen abgearbeitet. Das kann dauern, bei Glashütte Original rechnet man damit, dass die ersten Messe-Aufträge im Spätsommer ausgeliefert werden können, sagt Yann Gamard, zweiter Geschäftsführer.