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Tierklinik Stolpen unter den Top Ten

Frank Düring schafft es mit seinem Team beim bundesweiten Focus-Ranking nach ganz weit oben. Hier gibt es nicht nur eine Physiotherapie und eine Intensivstation.

Tierarzt Dr. med. vet. Frank Düring (rechts) mit Dina Deus (links) und Kater Leopold im Behandlungsraum.
Tierarzt Dr. med. vet. Frank Düring (rechts) mit Dina Deus (links) und Kater Leopold im Behandlungsraum. © Daniel Schäfer

Ist unser Freund, das Haustier, krank, ist es wie bei einem Menschen. Wir wollen das Tier gut aufgehoben und umsorgt wissen. Dass dies in der Tierklinik Stolpen von Dr. Frank Düring der Fall ist, zeigt das neue Fokus-Ranking Tier-Doktor. Das Team um Frank Düring schafft es bei den Tierkliniken bundesweit unter die Top Ten. Etwas Stolz ist er schon auf die Auszeichnung "Top-Tierklinik 2020". Aber letztlich gehe es hier um das Wohl der Tiere und nicht um ihn. Die Liebe zum Tier zeichne seine Klinik aus. "Wenn Freunde Hilfe brauchen, dann sind wir da", ist sein Credo.

Landen die Tiere bei Ihm, geht es mitunter um Leben und Tod. Und wie alle Kranken, ob Tier oder Mensch, wollen die Angehörigen die Patienten gut betreut wissen. Das ist bei einer Tierklinik nicht anders als bei einem Krankenhaus. Coronabedingt hatte Frank Düring allerdings in den letzten Monaten etwas weniger zu tun. Wer nicht unbedingt musste, sagte nicht nur den eigenen Arzttermin ab, sondern auch den beim Tierarzt. Und so blieb in der Klinik etwas mehr Zeit als sonst, einiges umzubauen. Gemeinsam mit seiner Frau Susan und seinem Team ging er ans Werk. Der komplette Hof wurde umgestaltet, sodass sich die Leute bei viel Andrang draußen besser verteilen können. Schließlich heißt es auch beim Tierarzt Abstand halten. Deshalb wurden verschiedene Bereiche eingerichtet, an denen Besitzer und Haustier in Ruhe warten können. 

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Darüber hinaus wurde in der Tierklinik einiges modernisiert. Im vergangenen Jahr wurde bereits die Futterscheune erneuert und eine Physiotherapie für Tiere eingerichtet. Inzwischen investierten die Dürings auch in die Krankenstation. Sie wurde komplett neu und modern ausgestattet. Dort gibt es jetzt sechs Intensivplätze für Patienten vor oder nach einer Operation. Die Plätze sind fast immer belegt. Eine Fußbodenheizung, Klimaanlage und die notwendige Medizintechnik gehören mit zur Ausstattung. 

Rosalie Kaiser sitzt mit einem Hund, der eine Behandlung bekommen hat und jetzt einen Leck-Schutz trägt, vor der neuen Intensivstation.
Rosalie Kaiser sitzt mit einem Hund, der eine Behandlung bekommen hat und jetzt einen Leck-Schutz trägt, vor der neuen Intensivstation. © Daniel Schäfer

Operationen wie beim Menschen

Da es in Sachsen nur noch sechs Tierkliniken dieser Art gibt und die von Frank Düring eine der letzten im östlichen Teil des Freistaates ist, ist der Zulauf entsprechend groß. Die Patienten kommen aus Görlitz, Bautzen, Dresden und dem gesamten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dabei geht es nicht immer um leichte und schnell zu behandelnde Krankheiten. Zwei Große Operationen und vier kleine stehen meist täglich an. In der neuen Intensivstation haben die Patienten jetzt ausreichend Platz, sich auf eine Operation vorzubereiten oder sich danach erholen zu können. 

Befragt nach den Operationen, hört sich das bei Dr. Düring wie in einem Krankenhaus für Zweibeiner an. Knochen-Operationen, Knie-OPs, Beschwerden an Gelenken, Kreuzbandrisse stehen auf dem Plan. Viele internistische Operationen, einige an Augen und Herzen. Entsprechend groß ist auch das Team um Frank Düring. Sieben Tierärzte arbeiten in Vollzeit hier. Dazu kommen acht tiermedizinische Fachangestellte und vier Auszubildende. Darüber hinaus arbeitet die Tierklinik im Verbund mit Tierärzten auch in der Notfallversorgung. Das heißt, wenn ein Tierarzt nach Untersuchung festlegt, das Tier muss in der Klinik weiter behandelt werden, könnte es ein Fall für die Stolpener Tierklinik werden. Ein solcher Einsatz geschieht nur in wirklich schweren Fällen, da Kliniken Notdienstgebühren erheben müssen. Und die sind nicht ohne.

In den letzten Monaten wurde zusätzlich auch die Katzenstation erneuert und vergrößert. Und die Pläne für das kommende Jahr sind bereist geschmiedet. "Wir versuchen, das Familienunternehmen weiterzuführen. Wir sind ein Betrieb, der langsam wächst", sagt Frank Düring. Und das heißt aber auch, weiter zu investieren. Im kommenden Jahr soll auf dem Areal im Stolpener Ortsteil Rennersdorf-Neudörfel noch ein Flachbau entstehen mit einem größeren Behandlungszimmer und einem Wartebereich. Dann ist es möglich, Hunde und Katzen auch getrennt zu behandeln. Derzeit geschieht das noch in einem Bereich.

Den Platz unter den Top Ten beim Focus-Tierdoktor muss sich übrigens jeder Teilnehmer hart erkämpfen. Jedes Jahr steht dann eine erneute Kontrolle der Qualität an. Die Bewertung von Tierkliniken und Tierarztpraxen erfolgt aufgrund des Urteils von Tierhaltern.  Bewertet werden die Behandlung, die Ausstattung, der Gesamteindruck und die Service-Orientierung.

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