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Tierschutzverein mit neuem Chef

Nach vier Jahren legt Eberhard Paul seinen Vorsitz nieder. Seine Gründe, sein Nachfolger.

Von Jane Pabst

Alles neu macht beim Riesaer Tierschutzverein nicht erst der Mai, sondern bereits der März. Am 26. dieses Monats nämlich wählten die rund 60 Mitglieder einen neuen Vorstand. Bis auf zwei Enthaltungen stimmten sie für Uwe Brestel als neuen Vorsitzenden. Dieser löst Eberhard Paul ab, der sich nicht erneut zur Wahl stellte.

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Mit Wahlergebnis zufrieden

„Aus privaten Gründen. In meiner Familie kümmere ich mich um zwei Pflegefälle. Zudem engagiere ich mich im Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain und im Riesaer Kabarett, sodass ich zeitlich stark ausgelastet bin“, erklärt er. Während seiner Zeit als Vorstand des Tierschutzvereins schuf er eine neue Tierheimordnung, sammelte Sponsoren und Spendengelder, um Baumaßnahmen in Höhe von 150 000 Euro am Riesaer Tierheim vornehmen zu können und kümmerte sich um die personelle Ausstattung der Einrichtung. „Doch all das ist in Teamarbeit entstanden, wodurch wir viel erreicht haben“,betont er. „Wir haben Herrn Paul für seine erfolgreiche Arbeit herzlich gedankt“, sagt Schriftführerin Barbara Eisemuth. Darauf aufbauend hat Uwe Brestel als neuer Vorsitzender viel vor. „Wir wollen den Gedanken des Tierschutzes weiterverbreiten, kämpfen für ein neues Tierschutzgesetz, wollen unsere Arbeit transparenter gestalten“, sagt er. Auch die Mitgliedergewinnung und Jugendarbeit sind erklärte Ziele. Brestel: „Je mehr wir sind, umso mehr können wir bewegen. Zwar ist das Tierheim das Aushängeschild des Tierschutzvereines, aber letztlich geht es um jedes Tier.“ Seiner Meinung nach ist der Tierschutz in Riesa bereits gut aufgestellt. „Ob Heimatzoo, der wilde Tiere wieder aufpäppelt bis zum Storchenbeauftragten gibt es viele Personen, die sich da engagieren“, findet Uwe Brestel, der nun offiziell ehrenamtlicher Tierheimleiter ist. Seit drei Jahren ist er Mitglied im Verein. Vor zwei Jahren absolvierte er an der Akademie des Deutschen Tierschutzes einen Sachkundennachweis, der ihn zum Führen eines Tierheims befähigt. Zuvor arbeitete der Ingenieur als Hausmeister im Blumeneck Riesa und bei den Schmiedewerken Gröditz. „Er ist handwerklich sehr begabt, ehrgeizig und arbeitet zielgerichtet“, charakterisiert Eberhard Paul ihn. Der verabschiedete Vorstand will den Verein aber auch weiterhin mit seiner Arbeit unterstützen. Mit seinem Nachfolger sei eine „ordentliche Wahl“ getroffen worden. Die Stellvertretung von Uwe Brestel hat Kerstin Kockisch inne, die zum Vorstand gehört. Dieser wurde von acht auf fünf Personen verschlankt.