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Tillich informiert über die S 177

Der Regierungschef ist auf einer Sitzung des Gemeinderates zu Gast. Der hatte in einem Brief genaue Auskünfte gefordert.

Wie weiter mit der S177 zwischen Radeberg und Leppersdorf? Auf diese Frage gibt Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) jetzt persönlich eine Antwort. Er wird dazu an einer Sondersitzung des Wachauer Gemeinderates am Montag, dem 13. Januar, teilnehmen. Er wird unter anderem über den Zeitrahmen für die weiteren Arbeiten Auskunft geben. Nach Angaben des Wachauer Bürgermeisters Veit Künzelmann (CDU) werden auch Fachleute der Landesregierung an dem Abend Rede und Antwort stehen.

Die Verzögerungen beim Bau der S 177 hatten immer wieder für Ärger gesorgt. Zuletzt wurde bekannt, dass auch der zuletzt avisierte Baustart im Frühjahr 2014 nicht gehalten werden kann. Als Gründe nannte die Landesregierung Probleme bei den Themen Wirtschaftswege sowie Natur- und Hochwasserschutz. Daraufhin schrieben die Wachauer Gemeinderäte einen offenen Brief an Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlock (FDP). In dem fordern sie genaue und verlässliche Angaben zum Baubeginn und zur Finanzierung des Projektes. Denn ursprünglich sollte ein Großteil des rund 28 Millionen Euro teuren Vorhabens aus EU-Töpfen kommen, doch die Förderperiode endet mit diesem Jahr.

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Die Verärgerung, besonders der Einwohner von Leppersdorf, ist verständlich. Sie müssen täglich eine Blechlawine durch ihren Ort ertragen. Neben zahlreichen Personenwagen nutzen viele Lkws die Ortsdurchfahrt auf ihrem Weg Richtung A 17. Neben der Verkehrsentlastung hat die geplante S 177 für Leppersdorf eine weitere Funktion. Mit ihrem Bau wird der Ort besser vor Hochwasser geschützt. Geplant sind Regenrückhaltebecken nördlich der Autobahn. Momentan laufen große Mengen Wasser vom Eierberg her in den Ort.

Gebaut werden soll ein acht Kilometer langer Abschnitt zwischen Radeberg und der A 4. Die Pläne sollten schon 2010 fertig sein. Doch die Unterlagen wurden zwischen den damaligen Straßenverkehrsämtern von Meißen nach Bautzen hin- und hergeschoben. Grund war die Kreisreform. Das führte zu Verzögerungen. Die Trasse der neuen Straße soll aus Richtung Radeberg entlang der bestehenden Straße geführt werden, bevor sie kurz vor Leppersdorf nördlich um den Ort herumgeführt wird. Sie ist dann Bestandteil der sogenannten Ostumfahrung von Dresden. Sie reicht von der A 4 über Pirna bis zur A 17. (SZ/td)