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Tipps gegen den stillen Knochendieb

Gesundheit. Durch das rechtzeitige Erkennen der Osteoporose kann dieser Volkskrankheit wirksam vorgebeugt werden.

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Von Rolf Ullmann

Apotheker Heiko Neumann hatte in den letzten Tagen zusätzlich zum „normalen Betrieb“ in der Nieskyer Zinzendorfapotheke alle Hände voll zu tun. Denn der Zustrom von vor allem älteren Menschen zur Messung der Knochendichte hielt unvermindert an. Rund 15 Minuten dauert eine solche Untersuchung mit dem Ultraschall-Osteodensitometer einschließlich der Erläuterung des Messverfahrens und der anschließenden Auswertung.

„Wir waren total von der großen Nachfrage seitens der Interessenten überrascht. Unsere Telefone standen einfach nicht still“, zieht Thomas Krüger, Leiter der Barmer in Niesky, ein erstes Resümee der Aktion. Über 200 Interessenten nutzten allein am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche die Möglichkeit, sich auf eine mögliche Gefährdung durch Osteoporose überprüfen zu lassen.

Heiko Neumann konnte ihnen das Ergebnis nach der Überprüfung der Messdaten mitteilen. Der Nieskyer Apotheker betont im Zusammenhang mit dieser Überprüfung, dass diese keinesfalls eine ärztliche Diagnose ersetzen kann. Hier werde lediglich ein erster Test durchgeführt, um mögliche Anzeichen einer Erkrankung festzustellen. Alle weiteren Untersuchungen seien in jedem Fall die Sache des Hausarztes der Betroffenen.

Thomas Krüger ergänzt diesen Test durch eine Beratung über die Möglichkeiten zur Hilfe seitens der Krankenkasse. Die Osteoporose-Tage fanden im Rahmen der Gesundheitswoche landesweit statt. Sie sind dem Ausmaß dieser Volkskrankheit durchaus angemessen. Seitens der Weltgesundheitsorganisation wird die Osteoporose zu den zehn häufigsten Krankheiten weltweit gezählt. Allein in Deutschland leiden etwa vier bis sechs Millionen, andere Quellen sprechen sogar von sieben Millionen Betroffenen, an dieser Krankheit. Besonders gefährdet sind Frauen und Männer, die über 50 Jahre alt sind.

Etwa 30 Prozent der Frauen und rund zehn Prozent der Männer in dieser Altersgruppe leiden an Knochenschwund.

Am 1. Juni findet dazu im Orthopädischen Zentrum Martin-Ulbrich-Haus in Rothenburg ein Osteoporose-Tag statt. Zwischen 14 und 18 Uhr dreht sich im Foyer des Hauses alles um die Erkennung und die Behandlung dieser tückischen Volkskrankheit. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Hinweise und Tipps zur Vorbeugung.