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Tödlicher Unfall mit Radfahrerin

Kurz nach 11 Uhr am Montag hat ein abbiegender Lkw die Frau an der Ecke Weinböhlaer Straße überrollt. Rettungsversuche gelangen nicht.

An der Weinböhlaer Straße, Ecke Auerstraße in Coswig ist am Montag kurz vor dem Mittag der schwere Unfall passiert.
An der Weinböhlaer Straße, Ecke Auerstraße in Coswig ist am Montag kurz vor dem Mittag der schwere Unfall passiert. © Roland Halkasch

Coswig. Erschrecken und Trauern in Coswig. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreuzung Weinböhlaer Straße, Ecke Auerstraße kam am Montagvormittag kurz nach 11 Uhr eine 47-jährige Radfahrerin ums Leben. Die Frau war mit ihrem Rad auf der Weinböhlaer Straße in Richtung Coswig unterwegs. 

An der Kreuzung Auerstraße erfasste sie ein neben ihr fahrender Lkw, der nach rechts abbiegen wollte. Die 47-Jährige erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle, informiert die Polizeidirektion Dresden.

Die Markierungen der Ermittler an der Unfallstelle.
Die Markierungen der Ermittler an der Unfallstelle. © Nina Schirmer

Rettungskräfte sowie der kurze Zeit später eintreffende Notarzt versuchten, die Frau noch vor Ort zu reanimieren. Ein Arzt außer Dienst hatte bereits zuvor Erste Hilfe geleistet. Allerdings waren die Verletzungen zu schwerwiegend.

Der 23-jährige Lkw-Fahrer stand unter Schock und wurde ebenfalls medizinisch betreut. Die Transportfirma musste einen Ersatzfahrer für den Lkw heranholen.

Die Kreuzung Weinböhlaer Straße, Ecke Auerstraße blieb bis zum Nachmittag gesperrt. Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Dresden hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie es genau zu dem Unfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar, so Polizeisprecher Marko Laske.

Coswigs Ordnungsamtsleiter, in der Stadt für den Verkehr zuständig, sagt nach dem tragischen Unfall: „Die Lage und Verkehrsregelung an dieser Stelle sind absolut eindeutig. Die Kreuzung ist von einer Ampel geregelt. 

Es gibt einen von der Fahrbahn abgegrenzten Fahrradweg, der abgesenkt in den Kreuzungsbereich übergeht.“Direkt vor der Kreuzung ist der Übergang mit Strichellinien gekennzeichnet, die an dieser Stelle gut weiß auf schwarzem Asphalt erkennbar sind. 

Offenbar, so vermutet der Ordnungsamtsleiter, haben beide - der Lkw-Fahrer wie auch die Radfahrerin - an der Ampel Grün gehabt. Die Radfahrerin wollte weiter geradeaus Richtung Coswig fahren, der Lkw-Fahrer abbiegen. In diesem Falle, so Lier, müsse das abbiegende Fahrzeug den anderen Verkehr beachten.

Am Nachmittag war die Unfallkreuzung wieder freigegeben.
Am Nachmittag war die Unfallkreuzung wieder freigegeben. © Nina Schirmer

Zu Unfällen mit abbiegenden Lastwagen und Radfahrern kommt es immer wieder. Jährlich sterben zwischen 30 und 40 Radfahrer unter den Rädern eines Lkws – häufig passieren diese Unfälle, wenn Laster rechts abbiegen und einen Radfahrer übersehen, so der MDR in einem Beitrag zu Jahresbeginn. 

Die Interessensverbände für Radfahrer und für Lkw-Verkehr haben sich gemeinsam für mehr Sicherheit im Straßenverkehr starkgemacht. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) fordern in einem gemeinsamen Papier von Kommunalpolitik und Transportbranche, Maßnahmen gegen Verkehrstote durch Abbiege-Unfälle zu ergreifen.

 Eine der Abhilfen können sogenannte Assistenzsysteme an Lkws sein. Diese signalisieren dem Fahrer schon sich nähernde Verkehrsteilnehmer auf der rechten, schwer einsehbaren Seite.

Bitte: Unfallzeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0351 4832233 bei der Polizeidirektion Dresden zu melden.

(Der Bericht wurde um 17.15 Uhr aktualisiert.)

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