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Tödlicher Vorfall jetzt vor Gericht

Der Prozess um die Ereignisse vor einer Kelterei in Arnsdorf sollte schon im März beginnen. Wegen des Coronavirus musste er verschoben werden.

Im Sommer 2018 ereignete sich vor einer Kelterei in Arnsdorf ein tödlicher Zwischenfall. Ab Montag wird er vor dem Landgericht in Arnsdorf verhandelt.
Im Sommer 2018 ereignete sich vor einer Kelterei in Arnsdorf ein tödlicher Zwischenfall. Ab Montag wird er vor dem Landgericht in Arnsdorf verhandelt. © Archiv: Thorsten Eckert

Arnsdorf/Görlitz. Der Prozess um den tödlichen Vorfall vor einer Kelterei in Arnsdorf beginnt am Montag im Landgericht Görlitz. Das teilt Jörg Küsgen, Sprecher des Gerichts, mit. Ab 9 Uhr wird der Fall im Saal 216 verhandelt. Bislang sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Der Termin war ursprünglich für Ende März vorgesehen. Wegen der Corona-Pandemie musste er jedoch verschoben werden.

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Der Vorfall hatte sich am 27. August 2018 ereignet. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Wartenden vor der Firma war ein 77-Jähriger gestorben. Die Witwe erhebt schwere Vorwürfe: Ein 74-Jähriger habe ihren Mann bewusst mit seinem Auto angefahren. Bei dem Sturz habe er sich am Kopf verletzt und sei schließlich gestorben. Der Angeschuldigte behauptet indes, den Rentner nicht angefahren zu haben, er sei vielmehr gestolpert.

Jörg Küsgen teilte bereits vor einiger Zeit mit, dass die Anhörung der Gerichtsmedizin breiten Raum in dem Prozess einnehmen wird. Das Opfer war nach dem Vorfall obduziert worden. Von den Aussagen der Rechtsmediziner erhoffen sich die Richter Hinweise über die Todesursache. Außerdem werden zahlreiche Zeugen gehört. Die Staatsanwaltschaft geht nach umfangreichen Ermittlungen davon aus, dass es sich eher um eine Straftat handelt. Die Anklage lautet: Körperverletzung mit Todesfolge, wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung. (SZ/td)

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