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Das habe ich beim Töpfermarkt gekauft

Man weiß nicht, wer sich mehr auf den Markt in Bad Schandau freute: die Töpfer oder die Kunden. Glücklich waren am Ende alle. Drei Käuferinnen sagen, warum.

Blumen, die nie verwelken: Für Elisabeth Kohlbrecher ideal.
Blumen, die nie verwelken: Für Elisabeth Kohlbrecher ideal. © Steffen Unger

Töpfermarkt: Eigentlich ist das nichts so Besonderes und doch immer wieder etwas Besonderes.  Dieses Jahr kommt beim fünften Bad Schandauer Töpfermarkt etwas an Besonderheit dazu, das es bisher nicht gab. Der Markt am letzten Juli-Wochenende ist der erste in diesem Corona-Jahr. Entsprechend hungrig sind Händler und Kunden. 

Eigentlich gibt es nichts, was man nicht aus Ton machen kann. Alle erdenklichen Geschirrteile sowieso, aber auch Blumen, Gartendeko, Schmuck und natürlich Kunst.  Jedes Stück ein die Handschrift der Meisterin bzw. des Meisters tragendes Original. Am Ende hat mancher gefunden, was er nicht gesucht hat. Drei Beispiele.

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Blumen für die Ewigkeit

In der Riesenvielfalt der Angebote stachen für Elisabeth Kohlbrecher diese Blumen hervor. "Keine Plastik, schöne Handarbeit, und sie verblühen nie", sagt die Urlauberin aus der Nähe von Bremen am Stand der Keramikwerkstatt von Elisabeth Könings-Schumann und Walter Könings aus Willich/Neersen in Nordrhein-Westfalen. Zuerst landen die Blümchen bei Elisabeth Kohlbrecher selbst, und wenn sie mal ein Geschenk braucht, hat sie eines parat, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Beeindruckt ist sie von den ganz verschiedenen Arten von Keramik. Besonders angetan haben es ihr moderne Formen. Vielleicht bekommen die Blumen noch eine Vase, sagt sie und schlendert mit ihrem Mann noch einmal die Stände entlang. 

Zwei nicht perfekte Tassen

Eigentlich braucht man ja nichts, aber dann müssen es doch diese Tassen sein. Gisela Adler und ihr Mann aus Königstein kramten in der "Fundgrube" von Katrin Voigt aus Ostthüringen. Dass die Tassen in der Fundgrube landeten, weil sie nicht ganz perfekt sind, war den Adlers gar nicht aufgefallen. Und nicht nur ihnen. "Wir sind ja auch nicht perfekt", sind sich Käufer und Töpferin einig. "So ist es eben bei einem Naturprodukt", sagt Katrin Vogt. Weil ihr die Tassen zu schade zum Wegwerfen waren, kamen sie  in die Fundgrube. Die etwas verlaufene Farbe sieht aus wie Kunst - Kunst für den Garten. Die Adlers trinken jetzt daraus ihren Kaffee bzw. Tee. 

Gisela Adler fand zwei besondere Tassen.
Gisela Adler fand zwei besondere Tassen. © Steffen Unger

Die hängende Vase

Die Tante von Kimi hat sich ihr Geld und den Rucksack geschnappt. So ging es auf den Töpfermarkt. Das Geld wurde weniger, der Rucksack voller. Gekauft hat sie unter anderem zwei Vasen zum Aufhängen. Wer sagt denn, dass Vasen immer stehen müssen. Als sie die hängenden Exemplare bei Keramikmeister Holger Piske aus Dortmund sah,  wusste die Pirnaerin, das ist es. Die eine ist für sie selbst, die andere zum Verschenken. Nichte Kimi hatte ein Auge auf Ohrringe geworfen, doch die waren zu groß. Aber es gab auch noch kleinere...

Kimi zeigt die Vase, für die ihre Tante schon einen Platz hat.
Kimi zeigt die Vase, für die ihre Tante schon einen Platz hat. © Steffen Unger

Zufrieden mit spätem Saisonstart

Die Händler waren sehr zufrieden, mit der Atmosphäre und den Umsätzen zur späten Töpfermarkt-Saisoneröffnung,  sagt Mitorganisator Jürgen Havekost. Auch der sachte Regen am Sonntag störte nicht: "Keramik ist ja wasserfest", sagt Havekost. 

Kunst und Natur: Das war der fünfte Töpfermarkt von Freitag bis Sonntag auf den Elbwiesen in Bad Schandau.
Kunst und Natur: Das war der fünfte Töpfermarkt von Freitag bis Sonntag auf den Elbwiesen in Bad Schandau. © Steffen Unger

Am Sonnabendabend hatten die Händler noch etwas zusammen gesessen. Schließlich war es für viele der Einzelkämpfer der erste Markt seit Langem. Und wer weiß, welche Pläne dabei wieder entstanden. Die Idee zum Schandauer Markt entstand auch einmal an einem solchen Abend... Beim Abschied am Sonntagabend war klar: Nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit.

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