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Tom Schilling dreht in Bautzen

An diesem Donnerstag und Freitag entstehen Szenen für den Film „Fabian“ – allerdings gut abgeschirmt.

Tom Schilling bei Dreharbeiten in Görlitz. Ab heute steht der Schauspieler in Bautzen vor der Kamera.
Tom Schilling bei Dreharbeiten in Görlitz. Ab heute steht der Schauspieler in Bautzen vor der Kamera. © dpa/Matthias Wehnert

Bautzen. Görliwood kommt nach Bautzen – genauer gesagt nach Kleinwelka: An diesem Donnerstag und Freitag werden die Häuser rund um den Zinzendorfplatz zur Filmkulisse. Der bekannte Regisseur Dominik Graf dreht dort einige Szenen für „Fabian“. Gemeinsam mit seinem Team reist er dafür aus Görlitz an, wo die Dreharbeiten vor drei Wochen begonnen haben.

Die Stadt an der Neiße steht im Film für das Berlin der Zwanzigerjahre. Und auch Kleinwelka kommt nicht als realer Ort in der Handlung vor. Die Häuser der Brüdergemeine bilden den Hintergrund für das historische Dresden. Dort befindet sich das Elternhaus des Titelhelden. Gespielt wird „Fabian“ von Tom Schilling, der auch selbst vor Ort sein wird. Allerdings stehen die Chancen, die Darsteller in Aktion zu erleben, eher schlecht. Laut Produktionsfirma werden vor allem Innenszenen gedreht.

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Dennoch müssen die Anwohner auch im Außenbereich mit einigen Einschränkungen rechnen. So gilt an beiden Tagen rund um den Drehort ein Halteverbot. Dies soll verhindern, dass moderne Fahrzeuge in der historischen Kulisse zu sehen sind.

Film spielt im Berlin der Vorkriegsjahre

Vorlage für den Film ist ein Roman von Erich Kästner: „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Werbetexter, der sich durch das Berlin der Vorkriegsjahre treiben lässt. Tagsüber arbeitet er in der Reklameabteilung einer Zigarettenfabrik, nachts driftet er mit seinem Studienfreund durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Doch die „Goldenen Zeiten“ finden ein Ende, als die sozialen Spannungen wachsen und die Gesellschaft zwischen den politischen Extremen zerrieben wird. Der Stoff wirkt geradezu wie ein Kommentar zur aktuellen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Gedreht wird noch bis Mitte September, dann aber nicht mehr in der Oberlausitz. Von Kleinwelka zieht die Filmcrew weiter nach Berlin. Dort stehen unter anderem Aufnahmen an Originalschauplätzen wie dem historischen Studio Babelsberg und dem Schöneberger Rathaus an.

Auf der Leinwand zu sehen sind diese Bilder – und auch die Szenen aus Görlitz und Kleinwelka – voraussichtlich im kommenden Jahr. 2020 soll „Fabian“ in die deutschen Kinos kommen.

Halteverbot in Kleinwelka am 22./23. August jeweils von 7 bis 21.30 Uhr: Zinzendorfplatz, Peter-Buck-Straße, Teile der Mattäus-Lange-Straße, der Hauptstraße und der Zinzendorfstraße.

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