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Tonnenschwerer Diebstahl im Gröditzer Stahlwerk

Material im Wert von knapp 70 000 Euro stahlen die Täter vom Werksgelände. Die Hälfte davon tauchte kurz darauf wieder auf.

Gröditz. Vermutlich in der Nacht zum Dienstag schlugen die Täter zu. Sie durchbrachen mit schwerem Werkzeug den Zaun zum Gelände des Gröditzer Stahlwerks und hatten das Ferromolybdän-Lager im Visier. Dieser Stoff wird beim Herstellungsprozess von Stahl gebraucht. Gleich vier Tonnen dieses Spezialwerkstoffs stahlen die bis dahin unbekannten Täter. Gesamtwert: etwa 70 000 Euro. Beim Einbruch selbst entstand zudem ein Schaden von nochmals mindestens 3 000 Euro, sagte Polizeisprecher Marko Laske gestern der Sächsischen Zeitung.

Doch schon kurz nach dem Diebstahl tauchte ein Großteil der Beute auf der A 17 wieder auf. Beamte der Bundespolizei staunten nicht schlecht, nachdem sie am Dienstagmorgen bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn einen Kleintransporter aus dem Verkehr gezogen hatten.

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In dem Fahrzeug befanden sich neben zwei rumänischen Männern (32/34) auch noch zwei Tonnen einer bis dato unbekannten Substanz, für die das Duo keinen Eigentumsnachweis vorweisen konnte. Zügig konnte noch am gleichen Tag das Granulat als das Ferromolybdän identifiziert werden, das aus dem Einbruch in Gröditz stammt. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

„Wir sind uns derzeit noch nicht sicher, ob die beiden festgenommenen Männer an dem Einbruch selbst beteiligt waren oder es sich bei ihnen nur um die Transporteure des Diebesguts handelt. Klar ist aber, sie haben etwas mit dem Fall zu tun“, sagte Marko Laske gestern der SZ. Die Ermittlungen hat jetzt die Kriminalpolizei übernommen. (SZ/ost)