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Tonnenschweres Weihnachtsgeschenk

Die neue Fußgängerbrücke ist in Radeberg eingetroffen. Es ging schneller als gedacht.

Von Thomas Drendel
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In einem Stück: Die Fußgängerbrücke über die Große Röder ist bereits angeliefert. Sie wird in der Nähe der Dresdner Straße installiert.
In einem Stück: Die Fußgängerbrücke über die Große Röder ist bereits angeliefert. Sie wird in der Nähe der Dresdner Straße installiert. © Thorsten Eckert

Radeberg. Das Grüne Band entlang der Röder wächst um ein weiteres Stück. Diesmal handelt es sich nicht um frisch gepflanzte Bäume oder Wiese, diesmal ist das Stück aus Stahl. Die neue Fußgängerbrücke wurde vor wenigen Tagen mit einem Tieflader angeliefert und liegt jetzt im Gelbke-Hain bereit. Sie wird in der Nähe der Dresdner Straße die Große Röder überspannen. „Noch ist der Beton der Widerlager, die die Stahlkonstruktion dann halten, nicht ausgehärtet. Deshalb kann sie noch nicht eingehoben werden“, sagt die Radeberger Bauamtsleiterin Uta Schellhorn. Im Januar soll es dann soweit sein. „Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest. Den müssen wir noch mit der Kranfirma abstimmen.“ Dann können Spaziergänger dann direkt in die Innenstadt gelangen, ohne erst auf die vielbefahrene Straßenbrücke zu müssen. Angefertigt wurde die Stahlkonstruktion von einer Firma aus Dürröhrsdorf-Dittersbach. Rund 241 000 Euro hat die Stadt für den Brückenbau ausgegeben. Das Geld stammt aus den Einnahmen, die durch die sogenannten Ausgleichsbeiträge der Innenstadt-Grundstücksbesitzer im Rahmen der Innenstadt-Sanierung an die Stadt gezahlt worden waren. Gelder, mit denen die Grundstücksbesitzer einen Teil der Wertsteigerung zurückgezahlt hatten, die durch die in den vergangenen rund 20 Jahren ausgereichten Fördermittel für die Sanierungen im Bereich der Innenstadt erzielt worden war.

Vom Hüttertal bis ins Seifersdorfer Tal

Grünen-Stadtrat und Mitarbeiter bei der AG Grünes Radeberg Rolf Daehne freut sich, dass die Brücke angeliefert wurde. „Toll, dass sie schon da ist. Von der Idee bis zur Umsetzung ging es ja sehr schnell. Dafür bedanken wir uns bei allen, die dazu beigetragen haben. Wenn sie dann steht, werden ganz neue Wegebeziehungen möglich“, sagt er. Bewohner der Südvorstadt können dann ohne auf die Dresdner Straße ausweichen zu müssen direkt in die Innenstadt gelangen. „Vorgesehen ist ein Verbindungsweg bis zur Rathenaustraße.“ Später soll es einen durchgehenden Weg entlang der Röder geben. „Es soll dann möglich sein, vom Hüttertal bis ins Seifersdorfer Tal zu spazieren.“ Wann das allerdings soweit sein wird, da kann er keine Prognosen abgeben. „Manchmal wie bei der Brücke hier geht es sehr schnell, manchmal geht es nur sehr schleppend voran.“

Das Gelände, auf dem die Brücke jetzt liegt, wird ebenfalls hergerichtet. Wege wurden bereits angelegt. Grünflächen entstehen. Hier stand die Druckerei, die vor Jahren abgerissen wurde. Gleich nebenan wurde die Verleger-Villa aufwendig saniert.