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Totenbücher jetzt im Handel

Wegen der großen Nachfrage hat der Heimatverein die Bücher auf den Markt gebracht. Es gibt sie auf Bestellung.

Von Annett Heyse

Groß war das Interesse, als zum Volkstrauertag im November 2014 Wilsdruffs Totenbücher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die öffentlich zugänglichen Bücher liegen in der Jakobikirche aus, viele haben seither durch die Seiten geblättert, das Verzeichnis mit den Namen, Lebensdaten und Gesichtern der Weltkriegstoten studiert. Davon zeugen auch die Einträge im Besucherbuch. Immer wieder kamen beim Artur-Kühne-Verein Anfragen, ob man nicht ein Exemplar erwerben könne.

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Der Heimatverein hat die Totenbücher daher nun auch als Kaufexemplare veröffentlicht. Im Rahmen der Reihe „Wilsdruffs Stadtgeschichte“ ist es der Band acht geworden. Beide Bücher – jeweils zum Ersten und zum Zweiten Weltkrieg – gibt es zusammengefasst in einem Buch zum Preis von 14,90 Euro. Die Totenbücher sind beim Digitaldruck Rudolf, Nossener Straße 1, erhältlich. „Es ist exakt der gleiche Inhalt wie bei den Büchern in der Jakobikirche“, erklärt Jürgen Stumpf, Vorsitzender des Artur-Kühne-Vereins. Vier Jahre hatten er und seine Mitstreiter zu den Totenbüchern recherchiert. Sie konnten sich zwar auf Namensverzeichnisse und Fotos stützen, die bereits Artur Kühne selbst, aber auch die Heimatforscher Rolf Görner und Eberhard Reichelt angelegt hatten. Dennoch wurden alle vorliegenden Daten nochmals auf ihre Richtigkeit abgeklopft. Auch flossen neue Erkenntnisse mit ein. Viele Wilsdruffer halfen dabei und unterstützen das Projekt auch mit Spenden.

Nach Aufrufen im Amtsblatt der Stadt brachten Angehörige Fotos, Urkunden, Briefe zum Heimatverein. Einzige Kriterien: Die Toten mussten entweder in Wilsdruff geboren sein, dort gelebt haben oder bei Kampfhandlungen in Wilsdruffs Umgebung gestorben sein. Auf 159 Namen aus dem Ersten Weltkrieg stieß der Verein und 361 aus dem Zweiten Weltkrieg. Zu den meisten Kriegstoten hat man Fotos gefunden. Um die Totenbücher angemessen präsentieren zu können, wurde in der Jakobikirche ein Sandsteintisch mit drei Sitzgelegenheiten, einem Schreibpult und einer Gedenkstele aufgestellt. Hier liegen nun die laminierten Bücher, Vorwort und Begleittexte sind auch auf Englisch und Russisch eingefügt. Jederzeit kann die Liste ergänzt werden, falls noch neue Erkenntnisse auftauchen.

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