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Toter Schwimmer hatte gesundheitliche Probleme

Der Vermisste, nach dem mehrere Wochen lang im Olba-See bei Wartha gesucht wurde, ist obduziert. Eine Todesursache wegen Fremdeinwirkung schließt die Polizei aus.

Am Donnerstagmittag vergangener Woche wurde ein Toter aus der Olba geboren. Es handelt sich nach ersten Ermittlungen um den seit dem 10. August Vermissten.
Am Donnerstagmittag vergangener Woche wurde ein Toter aus der Olba geboren. Es handelt sich nach ersten Ermittlungen um den seit dem 10. August Vermissten. © Lausitznews

Bautzen. Die Leiche des 44-jährigen Mannes, der am 3. September nach einem mehr als dreiwöchigen Sucheinsatz aus dem Olba-See bei Wartha geborgen wurde, ist inzwischen obduziert worden. Wie Kai Siebenäuger von der Polizeidirektion Görlitz mitteilt, hat die Untersuchung ergeben, dass der Mann infolge gesundheitlicher Probleme ertrunken ist. "Im Ergebnis der Obduktion konnte Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden. Somit haben wir keine Hinweise auf eine Straftat", so Siebenäuger weiter.

Obgleich der Körper des Mannes keine äußerlichen Verletzungen aufwies, war eine Obduktion angeordnet worden, um Fremdeinwirkung ausschließen zu können.

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Schon zuvor hatte die Polizei bekanntgegeben, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen hat. Dies ist üblich bei Todesfällen, die keine natürliche Todesursache haben. Nicht jeder Ertrunkene werde jedoch obduziert. Das bedeutet aber nicht, dass die Polizei von einem Verbrechen ausgeht; der Tote habe keine äußerlichen Spuren eines Gewaltverbrechen aufgewiesen.

Der Tote war am 3. September gefunden worden.  „Nach ersten Ermittlungen vor Ort handelte es sich um den seit dem 10. August 2020 vermissten 44-jährigen Mann“, teilte die Polizei zu dem Zeitpunkt mit.  Die Taucher hatten den Mann etwa 150 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von etwa 21 Metern gefunden.

Der Mann war von seiner Partnerin als vermisst gemeldet worden, als er nach einem Schwimmausflug nicht mehr ans Ufer zurückkehrte. 

Die Polizei suchte mit 15 Tauchern aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen nach dem Vermissten. Der Einsatz in der Olba ist nach Angaben der Rettungskräfte sehr schwierig, da das Gewässer bis zu 50 Meter tief ist. Schon wenige Meter unter der Oberfläche können die Taucher nichts mehr sehen. Pro Tauchgang können sie nur eine Fläche von fünf bis zehn Quadratmetern absuchen. Zudem ist aufgrund der Bedingungen vor Ort für jeden Taucher nur ein Tauchgang pro Tag möglich. (SZ)

Modernste Technik wurde eingesetzt, um einen 44-Jährigen in der Olba zu suchen, der seit mehr als drei Wochen vermisst wurde. Jetzt wurde sein Leichnam geborgen.
Modernste Technik wurde eingesetzt, um einen 44-Jährigen in der Olba zu suchen, der seit mehr als drei Wochen vermisst wurde. Jetzt wurde sein Leichnam geborgen. © xcitepress

Aktualisiert am 11. September, 13.30 Uhr

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