SZ +
Merken

Tour der Hoffnung: Jeder Cent zählt

Aktion. Viele Einwohner in den Städten und Gemeinden des Kreises spenden für leukämie- und krebskranke Kinder.

Teilen
Folgen

Von Dieter Hanke

„Da machen wir mit. Für so eine Aktion engagieren wir uns“, sagt Sabine Stolle, Inhaberin der Fleischerei Nagel in Meißen. Im Kundenraum des Geschäfts geben Flyer Auskunft. Eine Sammelbüchse wartet auf Spenden. Diese sind bestimmt für leukämie- und krebskranke Kinder.

Diesem Anliegen haben sich auch 175 Olympiasieger und Weltmeister sowie Ärzte, Politiker, Manager und Musiker aus ganz Deutschland verschrieben. Auf ihrer viertägigen Tour der Hoffnung, die am 9. August mit einem Prolog in der Universitätsstadt Gießen startet und am 12. August in Dresden endet, werden die Pedalritter auch Meißen passieren. Von Seußlitz kommend, macht der Fahrerpulk an jenem Sonnabend gegen 16 Uhr für etwa eine Stunde am Schloss Proschwitz Halt. „Dort sollen dann die Spenden aus dem Landkreis an die prominenten Radfahrer übergeben werden“, sagt Diana Fechner, Mitarbeiterin im Meißner Landratsamt.

Sammelbüchsen aufgestellt

In den Städten und Gemeinden findet die Tour der Hoffnung schon eine rege Resonanz. „Wir stellen eine Sammelbüchse in der Verwaltung auf. Die Einwohner werden von uns informiert“, sagt Klipphausens Hauptamtsleiterin Anja Jähnigen.

Die Stadt Meißen, die sich neben dem Landratsamt und dem Schloss Proschwitz besonders um das Gelingen der Aktion müht, hat Spendenbüchsen an mehrere Geschäfte und Einrichtungen verteilt. In den Sparkassen auf der Neugasse und am Dr.-Eberle-Platz sowie im Kundenzentrum der Verkehrsgesellschaft Meißen warten Sammelbüchsen darauf, dass sie gut gefüllt werden. „Jeder Cent zählt in dieser Aktion“, sagt Diana Fechner.

Auch im Mercure Grand Hotel in Meißen stößt das Anliegen der Olympiasieger und Weltmeister auf offene Ohren. „Den krebskranken Kindern muss geholfen werden. In unserer Spendenbüchse klimpert es schon recht gut“, sagt Direktor Michael Schwarzenberg. Das Mercure Grand Hotel unterstützt schon seit vielen Jahren Solidaritätsaktionen für kranke und benachteiligte Kinder. „Bei unserem Accor-Tag, der diesmal am 17. September veranstaltet wird, wollen wir zum Beispiel peruanischen Mädchen und Jungen helfen“, sagt der 56-Jährige.

Die Kreisräte stehen gleichfalls an der Seite der Radler. Zur heutigen Kreistagssitzung wird die Aktion eine Rolle spielen.

Das Weingut Schloss Proschwitz bringt sich für diese gute Sache ebenfalls ein. Es lädt gemeinsam mit der Stadt Meißen und dem Landratsamt alle Einwohner für den 12. August von 15 bis 17 Uhr zu einem Fest im Zeichen der Hilfe ein. Auf dem Platz vor dem Weinberg in Proschwitz wird es Musik geben sowie Kaffee und Kuchen.

Musikschule mit dabei

„Wenn gegen 16 Uhr die Olympiasieger und Weltmeister eintreffen, wollen wir sie gebührend begrüßen“, sagt Ramona Marschall, Marketing-Mitarbeiterin im Weingut. Mit von der Partie in Proschwitz wird auch ein Bläserquartett der Musikschule des Landkreises sein und für zünftige Stimmung sorgen.

Tour der Hoffnung. Spendenkonto: Volksbank Mittelhessen, Kto.-Nr. 979 708; BLZ. 513 900 00 oder Sparkasse Gießen, Kto.-Nr. 200 613 200; BLZ. 513 500 25.