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Tourismus kurbelt die Wirtschaft an

Fremdenverkehr. 14 000 Menschen im Landkreis arbeiten in Gaststätten oder Herbergen.

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Landkreis. Von den mehr als 50 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Landkreis Meißen sind gut 14 000 im Gastgewerbe oder in Tourismus nahen Branchen wie dem Dienstleistungssektor, bei Reisebüros, in Taxiunternehmen oder Museen tätig. Außerdem profitieren nach Angaben des Landratsamtes auch andere Bereiche wie der Einzelhandel, das Friseurhandwerk, Zulieferer der Restaurants und Winzer vom Tourismus.

Übernachtungsgäste geben in Sachsen pro Tag durchschnittlich zirka 65 Euro aus. Bei über 560 000 Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben des Landkreises im Jahr 2004 ergibt das einen Gesamtumsatz von mehr als 36 Millionen Euro.

Nicht eingerechnet in diese Statistik ist der so genannte „graue Beherbergungsmarkt“, das heißt etwa 132 000 Übernachtungen bei Freunden und Bekannten oder in nicht gewerblichen Ferienwohnungen und Privatzimmern. Gäste, die in privaten Quartieren ihren Urlaub verbringen, geben pro Tag etwa 28 Euro aus. In Summe belief sich der im Jahr 2004 im Landkreis durch den Tourismus erzeugte Umsatz demnach auf rund 39,5 Millionen Euro, rechnet das Landratsamt vor. Davon flossen rund 45 Prozent in das Gastgewerbe, 40 Prozent in den Einzelhandel und 15 Prozent in sonstige Dienstleistungen.

Auch die Anzahl der Tagestouristen, die täglich 19 Euro ausgeben, sei nicht zu unterschätzen. Allein die Porzellanmanufaktur Meißen lockte 2004 nicht weniger als 450 000 Besucher an, das Schloss Moritzburg 220 000 Besucher.

In den Tourismusorten müsse die Zusammenarbeit von Tourismus und Einzelhandel verbessert werden. So erwarten die Gäste neben einer angenehmen Unterkunft und interessanten Sehenswürdigkeiten auch attraktive Einkaufsstätten mit entsprechenden Angeboten, großzügige Öffnungszeiten und freundliches Personal. (ll)