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Tourismusverbände sollen gemeinsam werben

Deutsche und tschechische Tourismusverbände sollten Leitbilder für die Sächsisch-Böhmische Schweiz entwickeln. Die Jahrhunderte alte Tradition der gemeinsamen Vermarktung der Region könnte damit wieder aufgenommen werden, schlug CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Brähmig vor.

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Von Heidi Körner

Deutsche und tschechische Tourismusverbände sollten Leitbilder für die Sächsisch-Böhmische Schweiz entwickeln. Die Jahrhunderte alte Tradition der gemeinsamen Vermarktung der Region könnte damit wieder aufgenommen werden, schlug CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Brähmig vor. Und der Politiker machte noch weitere Forderungen auf. Zielgerichtete Förderprogramme seien nötig. Die müssten die Wettbewerbsvorteile der Beitrittsländer als Folge des Gefälles bei Arbeitsmarkt-, Lohn-, Sozial- und Umweltstandards in den Grenzgebieten auffangen. Nennenswerte Industrie wie auch Bodenschätze fehlen jenseits und diesseits der Grenze. Der Reichtum der Region liege vor allem in der landschaftlich reizvollen Elbe mit dem Nationalpark Sächsisch-Böhmische Schweiz. Brähmig als Vorsitzender des hiesigen Tourismusverbandes könnte sich sogar vorstellen, die künftige Zusammenarbeit durch ein Abkommen zu regeln, ähnlich dem Karlsruher Abkommen von 1996, das Deutschland mit Frankreich, Luxemburg und der Schweiz geschlossen hatte.Vor dem Sächsischen Landesverband des Wirtschaftsrates der CDU drängte Brähmig beim Wirtschaftstag am Donnerstag in Dresden darauf, vor allem die direkte grenzüberschreitende Kooperation vor Ort zu stärken. Langwierige (Behörden-)Wege seien nur hinderlich.