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Tourist-Servicepunkt für die Bahnhofstraße

Der SZ-Treffpunkt zieht in den Bürgertreff und soll Anlaufstelle für Radebeuler und Touristen werden.

Im Bürgertreff zieht ein DDV-Lokal ein. Außerdem sollen dort künftig Touristen beraten werden.
Im Bürgertreff zieht ein DDV-Lokal ein. Außerdem sollen dort künftig Touristen beraten werden. © Arvid Müller

Radebeul. Lange hat die Stadt nach einem geeigneten Raum für einen touristischen Infopunkt in Kötzschenbroda gesucht. Schon 2014 wurde in einem Beschluss des Stadtrates festgehalten, dass es in Radebeul-West eine Anlaufstelle für Touristen geben soll. Doch einen guten Standort zu finden, erwies sich als schwierig.

 Ein Raum im Hinterhof vom Hotel Goldener Anker war der Stadt zu versteckt, ein Infopunkt im Gastraum einer Kneipe erschien auch nicht ideal. Zu beengt und nicht barrierefrei. Jetzt wurde eine andere Lösung gefunden: Der touristische Informationspunkt zieht in den Bürgertreff auf der Bahnhofstraße 8, zusammen mit einem neuen DDV-Lokal.

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„Das Lokal soll ein Treffpunkt für Radebeuler und Touristen werden“, sagt Petra Gürtler, Geschäftsführerin der Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, die bisher den SZ-Treffpunkt auf der Bahnhofstraße betreibt.

 Das Geschäft wird im Frühherbst auf die andere Straßenseite umziehen, größer und moderner werden. „Es wird viele regionale Produkte im Angebot geben“, sagt Petra Gürtler. „Kleine Manufakturen und Hersteller bekommen eine Plattform, um sich zu präsentieren.“

Darüber hinaus sollen die Räumlichkeiten als Bürgertreff erhalten bleiben. „Wir freuen uns, wenn wir Veranstaltungen im Rahmen des Sanierungsgebietes im neuen DDV-Lokal durchführen können, auch die Auslage von Informationen und Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung werden weiterhin stattfinden“, erläutert die Geschäftsführerin.

Abgegrenzter Beratungsbereich für Touristen

Zusätzlich wird es den Informationspunkt für Touristen im Geschäft geben. Ähnlich wie in der Hoflößnitz soll das Personal neben dem Verkauf auch Beratungen zu touristischen Angeboten, Übernachtungsmöglichkeiten und dem ÖPNV übernehmen, Angebote wie Gästeführungen vermitteln sowie touristische Prospekte vergeben.

 „Der SZ-Treffpunkt hat ohnehin bisher das fehlende touristische Angebot in West schon so ein bisschen kompensiert“, so Petra Gürtler. „Ob Fahrschein, Veranstaltungsticket oder Wanderkarte, wenn Touristen zu uns kamen, haben wir unser Bestes gegeben, sie gut zu beraten und für das Elbland zu begeistern.“ Im neuen Geschäft soll der Touri-Beratungsbereich erkennbar abgegrenzt werden.

Die Tourist-Information der Stadt behält trotzdem ihren Hauptsitz auf der Hauptstraße in Radebeul-Ost. Der Servicepunkt auf der Bahnhofstraße kommt zusätzlich. „Wir als Stadt können dies nicht im Alleingang realisieren, dies würde unsere Möglichkeiten überfordern. 

Daher sind wir auch in West auf einen Partner angewiesen“, erklärt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Ziel der Stadt ist es zudem, mit dem Angebot mehr Touristen vom Anger in Altkö auf die Bahnhofstraße und damit in die umliegenden Geschäfte zu locken.

Ausschuss stimmte mehrheitlich zu

Der Vertrag sieht eine jährliche Zahlung der Stadt von 24.000 Euro an das DDV-Lokal für den Betrieb des touristischen Informationspunktes vor. Der zuständige Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss stimmte am Dienstagabend mehrheitlich mit acht Dafür- und drei Gegenstimmen zu.

 Die Kritiker lehnten eine geschäftliche Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit der Verlagsgesellschaft ab. Letzte wiederum bestätigte eine strikte Trennung zwischen Redaktion und Verlag.

Der alte Bürgertreff wird in nächster Zeit komplett umgebaut, mit neuen Möbeln und Technik ausgestattet. Großformatige, hinterleuchtete Bilder von Radebeul sind bei der Inneneinrichtung geplant.

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