SZ +
Merken

Trabi-Eigenbau zieht die Blicke auf sich

Wenn sich am kommenden Wochenende über 500 Vereine beim Tag der Sachsen in Sebnitz treffen, sind auch die aus dem Landkreis Löbau-Zittau wieder zahlreich vertreten. Verteilt auf drei Tage, wollen sie den Besuchern ein attraktives Programm bieten.

Teilen
Folgen

Von Martin Schulze

Den Satz: „Gut, dass ihr da seid“ wird Jens Schiffner dieses Wochenende in Sebnitz wieder oft zu hören bekommen. Der 24-Jährige vom Kreisverband des DRK in Zittau hat als Ehrenamtlicher den diesjährigen Einsatz am Festwochenende organisiert. Mit den Kollegen aus dem Verband Löbau sowie den Helfern der umliegenden Orte und zwei Krankenwagen macht sich die Gruppe am Freitag auf den Weg. „Ob epileptischer Anfall, Alkoholleiche oder verstauchter Knöchel – dank uns sind die Leute schnell versorgt“, kann Schiffner aus vergangenen Jahren berichten.

Dabei kommen aus dem Kreis nicht nur die Wagen mit dem roten Kreuz, sondern auch die mit dem S auf der Haube. Da deren Anblick auf unseren Straßen eher selten geworden ist, können sich Fans in Sebnitz beim Anschauen von Trabis an alte Zeiten erinnern. Der Trabant & IFA Club Löbau-Zittau e. V. aus Rosenbach stellt dieses Jahr wieder seine Schmuckstücke aus. Einer der Höhepunkte ist diesmal ein blaugelber Trabant-Übertragungswagen mit Satellitenschüssel und Kamera.

Die positive Resonanz der vergangenen Jahre soll laut Steffen Jaksch dazu genutzt werden, die Besucher auf die angehenden Oldtimer hinzuweisen. „Es lohnt sich, diese Autos zu restaurieren und zu erhalten“, beschreibt der 28-jährige Vereinsschatzmeister das Motto seines Clubs.

Wer nicht nur schauen, sondern auch fahren will, sollte sich zum Parcours des Hartauer Zweiradclubs MV Zittauer Land e. V. begeben. Obwohl der Name anderes verheißt: Hier kann der fußlahme Besucher im Go-Kart Gas geben. Um in Schumis Fußstapfen zu treten bedarf es nicht viel: „Nach einer kurzen Einweisung beherrscht das jeder“, sagt der 40-jährige Vereinsvorsitzende Thomas Herrfurth.

Nicht ganz so rasant lassen es die reifen Damen der Sportgemeinschaft Zittau-Süd e. V. angehen. Mit ihrer Aufführung wollen sie zeigen, dass auch im Alter noch das Tanzbein geschwungen werden kann. „Dabei geht es den Seniorinnen um viel mehr“, erklärt die Leiterin der Gruppe, Erika Weihrauch „Was zählt, sind die Gemeinschaft und der Lebensmut, der beim gemeinsamen Tanzen entsteht.“ Dass gesundheitliche Einschränkungen dabei kein Hinderungsgrund sind, möchte die 65-Jährige den Besuchern näher bringen.