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Tradition schießt keine Tore

über den Niedergang des Hamburger SV

Daniel Klein

Der Gesang ertönte auch diesmal wieder: „Sechsmal deutscher Meister, dreimal Pokalsieger, immer erste Liga – HSV“, intonierten die Hamburger Fans in der Kurve, in der eine Digitaluhr die ununterbrochene Zugehörigkeit zur Bundesliga dokumentiert. Das war vor dem Spiel, nach dem 1:3 gegen Wolfsburg ist klar: Die Anhänger müssen ihr Lied womöglich bald umschreiben, und die Uhr bleibt für immer stehen.

Charlotte Meentzen
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Das letzte verbliebene Bundesliga-Gründungsmitglied in der 2. Liga? Einfach unvorstellbar, unfassbar und deshalb unmöglich. Das dachten nicht nur die Fans, es geisterte offenbar auch zu lange in den Köpfen der Verantwortlichen. Der Abstiegskampf ist erst jetzt so richtig angekommen in Hamburg. Es könnte schon zu spät sein.

Der HSV hatte vor der Saison andere Ambitionen, andere Ansprüche – und bei diesem Etat auch andere Möglichkeiten. Und rutschte dann völlig unvorbereitet in den Tabellenkeller. Die Reaktionen waren typisch für einen Verein, der den Kampf um den Klassenerhalt bisher fast immer aus der Ferne betrachtet hatte: Gleich zweimal wurde der Trainer entlassen. Ein Konzept? Ein Plan? Nicht erkennbar.

Der Hamburger SV ist zu Recht stolz auf seine Historie, auf die großen Namen wie Uwe Seeler, Manfred Kaltz, Horst Hrubesch. Im Abstiegskampf ist aber nicht die Größe der Titelsammlung entscheidend. Und auch die nicht die Dauer der Bundesliga-Zugehörigkeit. Tradition schießt keine Tore.