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Traditionsfirma Erbes-Kälte braucht mehr Platz

Auf dem alten Areal des VEB Straßenbau an der Dresdner Straße hat die Firma viel vor.

Von Jens Fritzsche

Viel ist nicht mehr übrig vom einstigen Standort des VEB Straßenbau Radeberg an der Dresdner Straße. Ein bisschen versteckt von der vielbefahrenen Straße entfernt nagt sich derzeit ein Abrissbagger in die morschen Mauern der Bürogebäude und Fahrzeughallen. In gut vierzehn Tagen soll hier alles „platt“ sein.

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Auftraggeber für die Baggerfahrer des Dresdner Abrissunternehmens Bau-Gruna ist dabei das gleich nebenanliegende Radeberger Kälte-Unternehmen Erbes Kälte GmbH. „Wir brauchen dringend mehr Platz und können so auch gleich noch einen jahrelangen Schandfleck beseitigen“, beschreibt Firmenchef Frank Erbes, warum er das heruntergekommene Areal gekauft hat und nun umbauen lässt. Platz für Lkw und eine neue Produktionshalle soll es hier dann bis Ende des Jahres geben. Einen beachtlichen fünfstelligen Betrag investiere sein Unternehmen, will sich Frank Erbes vorsichtshalber noch nicht auf die genauen Kosten festlegen. Sein Vater und Seniorchef der Firma, Gerd Erbes, erklärt, warum: „Nach der Pleite des einst hier ansässigen Unternehmens hat sich offenbar niemand wirklich dafür interessiert, was hier herumliegt“, ärgert er sich. Beim Abriss waren nun jede Menge alter Bitumen-Fässer gefunden worden. „Die dürfen wir nun auf unsere Kosten entsorgen.“ Und fügt kopfschüttelnd an: „All die Jahre hat sich niemand um das Areal gekümmert, da war es den Verantwortlichen egal, was hier rumliegt und ob das gefährlich sein könnte …“

Aber dennoch überwiegt bei den Erbes‘ die Vorfreude auf den schon bald erweiterten Firmen-Standort an der Dresdner Straße. „Es ist doch in jedem Fall ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Radeberg insgesamt, dass aus einem anfangs nur eine Handvoll Mitarbeiter zählenden Unternehmen mittlerweile ein Betrieb mit immerhin 23 Leuten und gut gefüllten Auftragsbüchern geworden ist“, sagt Frank Erbes nicht ohne Stolz. Zudem unterschrieben vor wenigen Tagen auch wieder drei Azubis ihre ab Sommer geltenden Lehrverträge. Man habe jedenfalls noch eine Menge vor, sagt Frank Erbes dann. „Und vielleicht entschließt sich ja auch noch der Besitzer des Nachbargrundstücks, der alten Glasmalerei, das ebenfalls heruntergekommene Areal anzupacken“, hofft Senior Gerd Erbes auf Signalwirkung des derzeitigen Baggertanzes auf dem alten Straßenbau-Areal.