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Trauer um das Lips-Tulian-Haus

Das Haus, das im Schulgässchen von Dippoldiswalde als Lips-Tulian-Haus bekannt ist, soll abgerissen werden. Darüber gab es auf der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats eine kurze Diskussion. Ortsvorsteher René Schlechter (CDU) bedauert, dass dieses Haus verschwinden soll.

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Das Haus, das im Schulgässchen von Dippoldiswalde als Lips-Tulian-Haus bekannt ist, soll abgerissen werden. Darüber gab es auf der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats eine kurze Diskussion. Ortsvorsteher René Schlechter (CDU) bedauert, dass dieses Haus verschwinden soll. „Es ist ein uraltes Dippser Haus. Es wäre jammerschade, wenn es einfach weggerissen wird.“ Schlechter versteht nicht, warum es nicht unter Denkmalschutz steht. Er will mit dem Eigentümer noch einmal das Gespräch suchen, ob sich nicht eine Alternative zum Abriss finden lässt.

Bernd Kohl, der Abteilungsleiter Bau in der Stadtverwaltung, informierte, dass der bauliche Zustand des Hauses schlimm sei. Es ist auch durch die Stützmauer, welche für die Straße erforderlich ist, gefährdet. „Die schiebt das Haus irgendwann weg“, sagt Kohl. So sah er keine große Hoffnung, das leerstehende Gebäude zu erhalten. Obwohl es kein anerkanntes Denkmal ist, gehört das kleine Häuschen zum Dippoldiswalder Stadtbild. „Das sollte auf jeden Fall dokumentiert werden, ehe es verschwindet“, wünschte Kohl. Hans-Ulrich Schmidt (CDU) ist Schornsteinfeger und kennt das Haus von Berufs wegen auch innen. Er sagt: „Das ist nicht mehr bewohnbar. Da ist nichts mehr zu retten. Über dieses Haus ist leider die Zeit hinweg gegangen.“ (SZ/fh)