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Triebischtaler wollen über Fusionspläne informiert werden

Müllermeister Alexander Bartsch aus Miltitz und weitere Mühlenbesitzer möchten auf Bürgertreffs Genaueres erfahren.

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Der 37-jährige Mühlenbesitzer Alexander Bartsch aus Miltitz macht sich wie auch seine Berufskollegen in anderen Mühlen im Triebischtal so seine Gedanken über die Zukunft der Gemeinde Triebischtal. „Das interessiert schon, wohin die Reise geht“, sagt er. „Ist nun Klipphausen besser für uns oder Wilsdruff?“ Auf einem kürzlichen Müllerstammtisch, bei dem es auch um den diesjährigen Mühlentag ging, haben die Partner des Triebischtaler Mühlenverbunds auch darüber gesprochen.

„Wir brauchen mehr Informationen, um uns eine Meinung zu bilden“, sagt er. Es sollten rasch Bürgerversammlungen stattfinden. „Es reicht nicht aus, wenn nur der Gemeinderat darüber diskutiert, wir wollen als Bürger in so eine wichtige Entscheidung einbezogen werden“, sagt er. Zumal es schon Wortmeldungen aus Wilsdruff dazu gibt. Die Gerüchteküche brodelt, die Leute sind aufgeregt.

„Vielleicht sind wir in Wilsdruff gar nicht willkommen?“ fragt Bartsch und bezieht sich da auf einen Standpunkt des SPD-Ortsvereins Wilsdruff, der für Triebischtal eine schlechte Infrastruktur, geringe Finanzkraft und Kleinteiligkeit ausmacht. „Das graue Band der Autobahn trennt uns schon von Wilsdruff. Bei Klipphausen wären wir da vielleicht besser aufgehoben, die linkselbischen Täler werden da in ihrem Kern vereint“, bemerkt der Müller. Es sei nach seiner Ansicht auch nicht ausgeschlossen, dass Triebischtal weiter selbstständig bleibt. „Einwohnertreffs sind da eine gute Möglichkeit, mehr zu erfahren.“Dieter Hanke