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Seltenes Wetterphänomen in Zinnwald

Ein Temperaturrückgang von über sieben Grad Celsius sorgt für kühlere und feuchtere Luft auf dem Erzgebirgskamm. Das hat auch Bedeutung für den Elbepegel.

Die Kaltfront vom Sonnabend beendete die Hochsommerhitze in Zinnwald.
Die Kaltfront vom Sonnabend beendete die Hochsommerhitze in Zinnwald. © Norbert Märcz

Seit Sonnabend bestimmt Atlantikluft aus dem Nordwesten die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Region. Sie hat die 27,1 Grad Celsius Höchsttemperatur vom Freitag auf durchschnittliche 20 Grad herabgekühlt, die auch in den nächsten Tagen vorherrschen werden. "Der Hochsommer ist beendet", sagt Norbert Märcz vom Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld. 

In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend verzeichnete Märcz durchgehend noch mehr als 20 Grad Celsius an der Wetterstation am Lugstein. Damit hatte es auf dem Erzgebirgskamm eine tropische Nacht  gegeben, was dort recht selten vorkommt. Nach zwei Nächten im Jahr 1994 und zwei Nächten im Jahr 2015 ist es erst die fünfte seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1971. 

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Die Abkühlung könnte dem Osterzgebirge nun auch mehr Niederschläge bringen als die vorherige Luft aus Südwesten, die zwar einen schwül-gewittrigen Charakter hatte, "aber die feuchtigkeitsgesättigte Luft kommt nicht über den Erzgebirgskamm, sie regnet schon im böhmischen Erzgebirgsvorland und im tschechischen Talkessel ab", sagt Märcz. 

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Das sei auch die Erklärung dafür, dass der Elbpegel in diesem Jahr relativ stabil bleibt, während die Weißeritz und die Müglitz, die vom Erzgebirgskamm entspringen,  nur wenig Wasser führen: "Auch wenn wir bisher kein ausgesprochen trockenes Jahr hatten, so gleichen die Niederschläge die Verdunstung im Osterzgebirgsraum bisher nicht aus."

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