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Trotz Corona für ein schönes Waldheim

Der Verschönerungsverein aus Waldheim kann der Krise wegen Covid-19 sogar etwas Positives abgewinnen. Für Wanderfreunde gibt es jetzt unter anderem einen Flyer.

Vom Höhenrundwanderweg bieten sich Blicke auf Waldheim aus unterschiedlichen Perspektiven. Vom Kreuzfelsen aus können die Wanderer beinahe bis in den Innenhof der JVA schauen.
Vom Höhenrundwanderweg bieten sich Blicke auf Waldheim aus unterschiedlichen Perspektiven. Vom Kreuzfelsen aus können die Wanderer beinahe bis in den Innenhof der JVA schauen. © Waldheimer Fotofreunde

Waldheim. Während der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie ist auch die Arbeit des Waldheimer Verschönerungsvereins zeitweise auf der Strecke geblieben. „Große Aktionen, die wir sonst jedes Jahr in Angriff nehmen, konnten nicht durchgeführt werden“, so Gerd Pfeifer, Vorsitzender des Vereins. Trotzdem können die Mitglieder dem noch etwas Positives abgewinnen.

„Wir freuen uns sehr, dass sich infolge der Corona-Krise viele kleine Grüppchen heimatverbundener Waldheimer gefunden haben, die einfach etwas für ihre Stadt tun wollen“, sagt Gerd Pfeifer. So hätten sich einzelne Einwohner beim Verein gemeldet und gefragt, ob und wo sie helfen können. 

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Sie haben beispielsweise Pflegearbeiten an den Wanderwegen übernommen, die ohne besondere Anleitung möglich sind. „Das freut uns sehr, denn das ist eigentlich immer unser Ziel gewesen: die Waldheimer auch außerhalb des Vereins dazu zu animieren, etwas für ihre Stadt zu tun“, so Gerd Pfeifer während der Sitzung des Stadtrates.

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Pfeifer lobt in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung durch den Waldheimer Bauhof, die sich in den zurückliegenden Jahren positiv entwickelt habe. Zuletzt habe das Bauhofteam beim Mähen des Festplatzes Hilfe angeboten. „So etwas hätte es früher nicht gegeben“, sagt Pfeifer.

Besonders stolz sind die „Verschönerer“ auf den neuen Flyer über Waldheims Höhenrundwanderweg, den sie vor kurzem herausgegeben haben. Der Wanderweg sei ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt, so Pfeifer. Vom Zentrum aus erreichen Fußgänger in 20 Minuten eine Distanz, von der aus sie einen schönen Ausblick auf die Stadt genießen können.

Insgesamt führt der Wanderweg über rund 14 Kilometer. „Wer ihn durchgängig läuft, benötigt dafür reichlich vier Stunden und überwindet eine Distanz von rund 700 Höhenmetern“, erklärt Pfeifer.

Die Interessengemeinschaft „Waldheimer Fotofreunde“ unterstützte den Verschönerungsverein bei der Gestaltung des Flyers. „Es gab sehr viele Hinweise, dass der Wanderweg nicht gut beschriftet ist“, so Heinz Thieme. Jetzt haben die Wanderer ein Faltblatt in der Hand, das nicht nur den Rundweg auf einer Karte beschreibt, sondern der auch mit Fotos und Kurzbeschreibungen unterlegt ist.

Nicht nur Wanderer aus der näheren Umgebung würden den Weg, der vor rund 120 Jahren angelegt worden ist, nutzen. „Mittlerweile kommen die Besucher auch aus Meißen, Grimma oder Leipzig zum Wandern in die Zschopaustadt“, so Thieme. Im Frühling sollte es sogar eine organisierte Wanderung eines Chemnitzer Vereins geben. „Die musste wegen Corona leider ausfallen“, so Thieme. Das Wanderfaltblatt ist im Stadt- und Museumshaus am Niedermarkt erhältlich.

Auch in den nächsten Wochen gibt es für die „Verschönerer“ noch viel zu tun. „Das Depot an der Gebersbacher Straße ist noch nicht fertig. Und auch das Vorhaben, am Schnittpunkt des 13. Längengrades, der sich am Radweg Waldheim-Hartha befindet, eine kleine Landmarke zu errichten, wird weiter verfolgt. Dafür müsse noch die Finanzierung geklärt werden, so Gerd Pfeifer.

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