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Trotz Corona: Stadt plant weiter an Schulsanierung

Der Stadtrat soll am Donnerstag drei wichtige Beschlüsse für die Grundschule Königshufen fassen. Im Ausweichobjekt steht nun sehr viel Platz zur Verfügung.

Von Ingo Kramer & Daniela Pfeiffer
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Die Grundschule Königshufen
am Windmühlenweg soll saniert werden. Dazu stehen gleich drei Beschlussvorlagen auf der Tagesordnung des Stadtrates.
Die Grundschule Königshufen am Windmühlenweg soll saniert werden. Dazu stehen gleich drei Beschlussvorlagen auf der Tagesordnung des Stadtrates. © Nikolai Schmidt

Trotz Corona: Die Grundschule am Windmühlenweg in Königshufen soll wie geplant saniert werden. Wenn die Stadträte an diesem Donnerstag zu ihrer Sitzung zusammenkommen, haben sie dazu gleich drei Beschlussvorlagen auf der Tagesordnung stehen: Die Planung soll weitergehen, die Stadt soll einen Mietvertrag für das Ausweichobjekt an der Friedrich-Engels-Straße in Weinhübel abschließen und sie soll den Zuschlag für die Schülerbeförderung an ein Busunternehmen vergeben.

„Ja, für Letzteres gibt es tatsächlich Bieter“, sagt OB Octavian Ursu (CDU) auf SZ-Nachfrage. Das sei im Vorfeld oft bezweifelt worden, nun sieht es aber gut aus. Diskussionen erwartet das Rathaus aber nicht unbedingt bei diesem Punkt, sondern beim Mietvertrag. Darin ist von einer monatlichen Nettomiete von gut 6.400 Euro die Rede. Im November hatte die Stadt eine Summe genannt, die nur halb so hoch lag. 

Der Quadratmeterpreis ist gleich geblieben

Lässt sie sich nun also über den Tisch ziehen? „Keineswegs“, sagt Bürgermeister Michael Wieler. Nach einer Besichtigung des Ausweichobjektes habe die Stadt festgestellt, dass dort viel mehr Platz zur Verfügung steht, als ursprünglich angenommen.

„Wir mieten jetzt doppelt so viel Fläche und zahlen dafür den doppelten Preis“, sagt Wieler. Das habe den Vorteil, dass die Bedingungen für die Schüler viel besser sind. Räume müssen nicht für Schule und Hort doppelt genutzt werden. Der Quadratmeterpreis sei gleich geblieben. Und er sei sogar ein Schnäppchen: „Für Containerzimmer an anderen Schulen zahlen wir viel mehr.“

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es viel Wirbel um den Umzug gegeben, die mangelnde Kommunikation der Stadtverwaltung wurde anfangs hart kritisiert. Später war es der Umzugszeitpunkt, der in den Osterferien liegt und vielen Eltern zu früh kam. Große Sorgen – das zeigte eine Elternversammlung Anfang März – bereitet den Eltern noch immer der tägliche Transport ihrer Kinder nach Weinhübel.

Doch auch dafür gaben Schule und Stadt an, gut durchdachte Pläne zu haben, die die klassenweise Betreuung der Schüler regelt. Zwei Jahre, so das Ziel der Stadt und die Hoffnung der Grundschule in Königshufen, soll die Auslagerung dauern. Ob sich Corona darauf irgendwie auswirken wird, kann nur die Zeit zeigen – noch fehlen immerhin auch drei Millionen Euro Fördermittel. Kürzlich hatte sich das Rathaus in diesem Punkt zuversichtlich gezeigt.

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