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Tschechiens Präsident sieht tapfere Hunde und gepflegte Häuser

Miloš Zeman hat gestern Zittaus Nachbarstadt besucht. Die präsentierte sich von ihrer besten Seite.

© SZ Thomas Eichler

Von Rolf Hill

Die Soldaten und Offiziere der zentralen Ausbildungsstätte für Diensthundeführer der Tschechischen Armee auf Schloss Grabštejn bei Hrádek (Grottau) haben gestern Vormittag hochrangige Gäste erwartet. Bei ihnen begann die zweite Etappe der dreitägigen Rundfahrt des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman und seiner Gattin Ivana durch den Liberecký kraj (Region Reichenberg). Nach der Meldung durch den Kommandeur der Dienststelle unternahm der Präsident in Begleitung von Hejtman (Landrat) Martin Puta einen Rundgang zum Ausbildungsgelände, wo die Kursanten und ihre Hunde beeindruckende Proben ihres Könnens ablegten. Die Übungspalette reichte vom Stellen eines flüchtigen Verbrechers über die Suche nach Waffen und Drogen in einem Pkw, die Überwältigung einer verdächtigen Person durch einen Sprung durch das offene Beifahrerfenster während der Fahrt und schließlich der Sprung durch eine brennende Häuserwand trotz plötzlich einsetzenden MP-Feuers. Dafür gab es von den Gästen mitgebrachte leckere Häppchen zur Belohnung.

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Danach ging es in die Gewerbezone am Stadtrand zur Firma KSM Castings CZ a. s.. Dabei handelt es sich um einen Zulieferer für die Autoindustrie, dessen Produktionspalette verschiedene Teile aus Leichtmetallguss umfasst. Das Werk hat rund 500 Beschäftigte, deren Löhne sich sehen lassen könnten, lobte Miloš Zeman. Es sei ein echter Stützpfeiler für die Stadt und das Umfeld. Große Anerkennung zollte er auch der Ordnung und Sauberkeit im Stadtzentrum. Nur ein einziges baufälliges bzw. reparaturbedürftiges Gebäude sei ihm aufgefallen, bemerkte er beim abschließenden Meeting auf dem Obermarkt. Doch er glaube, bis zu seinem nächsten Besuch sei dieser Mangel beseitigt. Zuvor hatte Bürgermeister Josef Horinka die Gäste über die Entwicklung der Stadt, den Aufschwung seit dem EU-Beitritt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb des Städtebundes „Kleines Dreieck“ informiert. Auch die Bürger hatten Gelegenheit, sich mit Fragen an den Präsidenten zu wenden. Dabei ging es ihnen aber nicht um Fragen der Kommunalpolitik, sondern auch um eine mögliche Erhöhung des Rentenalters oder den Stand der Aufarbeitung einer älteren Korruptionsaffäre. Zum Abschluss heftete Zeman unter großem Beifall der mehreren Hundert Zuschauer eine Ehrenschleife an die Fahne der Stadt. Bürgermeister Horinka überreichte ihm seinerseits eine prachtvolle Kristallvase. Er hoffe, den Präsidenten bald wieder in Hradek begrüßen zu können, sagte er.