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Tschechische Lehrerinnen in der Sebnitzer Klinik

Das Krankenhaus ist an Fachkräften aus Böhmen interessiert, die dortigen Schulen an neuen Erfahrungen.

In der Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz waren fünf Lehrerinnen der Höheren Fachschule für medizinische Berufe und der Krankenpflegeschule Most aus Böhmen zu Gast. Die Lehrerinnen haben sich auf den Weg vom tschechischen Most aus nach Sebnitz gemacht, um die Klinik kennenzulernen und um zu erfahren, wie die Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern in Deutschland abläuft. Dabei kam es zu einem regen Erfahrungsaustausch, informiert Kliniksprecherin Daniela Bollmann.

In Tschechien erfolgt die Ausbildung in der Krankenpflege zum Beispiel in zwei Stufen. In der ersten Stufe erlernen die Schüler pflegerisches Basiswissen und schließen diese Stufe mit dem Abitur ab. Die zweite Stufe ist eine akademische Ausbildung, ein Studium, und damit über der Ausbildung in Deutschland anzusiedeln. Allerdings sei der praktische Anteil der Ausbildung in Tschechien geringer und die Absolventen brauchen im Anschluss etwas länger, um im Beruf das Laufen zu erlernen, erzählten die Lehrerinnen.

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Beim anschließenden Rundgang durch das Krankenhaus zeigten sich die Gäste beeindruckt von der Klinik in Sebnitz und haben viele Fragen gestellt. Zum Beispiel: Welche Farben hat die Berufsbekleidung der Pflegerinnen und Pfleger, dürfen Väter bei der Geburt ihres Kindes dabei sein oder gibt es ein Abschiedszimmer für Angehörige von Verstorbenen?

Nach dem Rundgang betonten die Besucherinnen, dass sie glauben, dass eine künftige Kooperation gut sei. Tschechische Schülerinnen und Schüler seien oft sehr interessiert daran, ihre praktische Ausbildung nicht nur in Tschechien, sondern auch im Ausland zu absolvieren. Sie würden gern über den Tellerrand schauen, sagte eine der Lehrerinnen. Damit wären sie in Sebnitz in jedem Fall willkommen. „Bei uns arbeiten zwei tschechische Hebammen, ohne die wir die Geburtshilfe im Haus keinesfalls organisieren könnten. Bedingt durch den Fachkräftemangel in Deutschland müssen auch wir immer intensiver um Fachkräfte kämpfen“, erklärte Pflegedienstleiter Hein Wolf. (SZ)

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