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Politik

Das Ende der freien Presse in Tschechien

In Prag demonstrieren Zigtausende gegen die Regierung. Es geht um Korruption – und um unabhängige Medien.

Demonstranten halten eine große tschechische Flagge bei einem Protest gegen Regierungschef Babiš. Bei einer der größten Kundgebungen seit der demokratischen Wende von 1989 füllten 120 000 Demonstranten am Dienstag den Wenzelsplatz.
Demonstranten halten eine große tschechische Flagge bei einem Protest gegen Regierungschef Babiš. Bei einer der größten Kundgebungen seit der demokratischen Wende von 1989 füllten 120 000 Demonstranten am Dienstag den Wenzelsplatz. © MARTIN DIVISEK-EPA-EFE-Shutterstock

Von Korrespondent Hans-Jörg Schmidt, Prag

Der Tscheche an sich neigt nicht zu großen Demonstrationen auf Straßen und Plätzen. Maximal im Winter, etwa 1989 in der November-Revolution, die als „Samtrevolution“ mit dem späteren Präsidenten Václav Havel an der Spitze in die Geschichte eingehen sollte. Auch danach achteten die Tschechen sehr darauf, dass sie im Frühling, Sommer und Herbst nicht auf die Straßen gerufen wurden. Ihre pragmatische Frage lautete da stets: Wer, bitte, soll sich in dieser Zeit um die Erdbeeren, Gurken und Tomaten kümmern?

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