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Löbau

Bauchtanz im osmanischen Gewölbe

Am Katzenturm oberhalb der Löbauer Stadtmauer hat das türkische Restaurant "Pasa Mangal" eröffnet. Spezialitäten gibt's nicht nur vom Grill.

Am Katzenturm hat Mehmet Budak sein türkisches Restaurant "Pasa Mangal" eröffnet.
Am Katzenturm hat Mehmet Budak sein türkisches Restaurant "Pasa Mangal" eröffnet. © Foto: Matthias Weber

Deutsche Lokale heißen schon mal "Bierkönig". Gerne auch solche im Ausland - um auf eine besondere Spezialität unseres Landes hinzuweisen. Einem ähnlichen Gedanken folgte nun der Gastronom Mehmet Budak, als er jüngst am Katzenturm oberhalb der historischen Löbauer Stadtmauer sein Restaurant "Pasa Mangal" eröffnete. Um diesen Namen zu entschlüsseln, muss man entweder des Türkischen mächtig sein - oder aber einfach den Wirt fragen. "Pasa (gesprochen: Pascha, Hinweis d. Red.) bedeutet König", erklärt Budak. Und der Begriff "Mangal" heiße übersetzt "Holzkohlengrill".

Gewissermaßen als "Holzkohlenkönig" will Mehmet Budak nun die Löbauer Gastronomie um eine exotische Note bereichern. Gestartet ist er bereits am 20. April. Aber jetzt im Sommer will er so richtig loslegen. Denn da lädt auch seine kleine Terrasse auf der Krone der Stadtmauer zum Verweilen in tropischen Nächten. "Es ist zentral und doch im Grünen und ruhig", lobt er die Vorzüge des Ortes. Damit belebt er auch einen den Löbauern seit Langem bekannten Ort der Gastronomie wieder neu. Bis zum Sommer 2014 residierte in dem früher als "Alte Posthalterei" bekannten Haus der in Löbau sehr populäre "Havana Club". Doch in den letzten fünf Jahren blieben die Türen hier geschlossen. Beinahe ein Jahr lang hat Mehmet Budak das Lokal umgebaut. Auch viele Bedingungen des Denkmalschutzes waren dabei zu beachten. Doch die alte Bausubstanz sei auch genau das, was sein Lokal authentisch mache, sagt Budak.

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Mehmet Budak besaß früher türkische Lokale in Berlin. Seit einigen Jahren arbeitet er aber in Herwigsdorf bei einem Gastronomie-Großhandel. Lange hat er nach einem geeigneten Objekt für seinen Plan eines türkischen Restaurants gesucht. Die "Alte Posthalterei" sei für ihn optimal. "Die Gewölbedecken passen gut zum osmanischen Stil, den ich meinem Restaurant gegeben habe. Genau das Richtige für ein Traditionslokal", sagt er. Teppiche und gewebte farbige Tischdecken schmücken das historische Gemäuer. Bilder mit osmanischen Motiven hängen an den Wänden. In einer Ecke stehen auch zwei traditionelle Wasserpfeifen. "Meine Gäste können hier auch eine Shisha rauchen, allerdings nur draußen", sagt Mehmet Budak. Für rund 50 Gäste ist in dem osmanischen Gewölbe des "Pasa Mangal" Platz. Ein Lounge-Bereich mit Sesseln und Sofas lädt auch zum gemütlichen Verweilen nach dem Essen. Dort serviert Mehmet Budaks Sohn Yunus auch klassische Cocktails. Und dort plant Mehmet Budak in Zukunft auch besondere Veranstaltungen für die Gäste: "Einmal im Monat soll hier eine Bauchtänzerin auftreten", sagt er.

Im Lounge-Bereich des "Pasa Mangal" sollen künftig Bauchtänzerinnen für Stimmung sorgen.
Im Lounge-Bereich des "Pasa Mangal" sollen künftig Bauchtänzerinnen für Stimmung sorgen. © Foto: Matthias Weber

Und das Essen im Lokal soll mehr als Imbiss-Ansprüche erfüllen, sondern den Wunsch nach traditioneller türkischer Küche. Döner & Co sucht man hier vergebens. Herzstück ist der Holzkohlengrill. "Den habe ich extra in der Türkei fertigen lassen", sagt Mehmet Budak. Vor den Augen der Gäste garen hier die türkischen Spezialitäten wie Lammfleisch-Spieße, Lammkoteletts oder Köfte, die berühmten türkischen Hackfleischbällchen. Auch die geheime Gewürzmischung für sein Fleisch hat Mehmet Budak in seiner türkischen Heimat mischen lassen. "Dazu bereiten wir hier täglich frisch Beilagen und Salate zu", sagt er.

Die ersten Löbauer haben das "Pasa Mangal" bereits entdeckt. "Die Leute kommen, aber es reicht noch nicht zum Überleben", sagt Mehmet Budak und hofft, dass sich sein Lokal schnell etablieren wird. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 15 bis 22 Uhr und am Sonnabend und Sonntag bereits ab 12 Uhr.

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