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Turmsanierung am Schloss beginnt

Angekündigt war das Projekt schon für 2019 – nun soll es wirklich losgehen. Durch die Arbeiten könnte sich auch die Stadtansicht nachhaltig verändern.

Die Schlosstürme in Strehla von der B 182 am Tierpark aus gesehen. Von Weitem wirken sie noch recht intakt.
Die Schlosstürme in Strehla von der B 182 am Tierpark aus gesehen. Von Weitem wirken sie noch recht intakt. © Eric Weser

Strehla. Wer von Riesa nach Strehla fährt, dem fallen drei markante, weil relativ hohe Gebäude in der Nixenstadt auf: Der Wasserturm, die Kirche und das Schloss. Der Wasserturm ist schon vor mehr als zehn Jahren saniert worden. Der Kirchturm war 2018 dran. Nun sollen die zwei Schlosstürme folgen.

Das bestätigt Detlev Goldbach. Der Strehlaer Bauplaner und CDU-Stadtrat koordiniert das Projekt und hatte die Arbeiten bereits vor einem knappen Jahr während einer Stadtratssitzung angekündigt. Eigentlich hatte die Turmsanierung schon 2019 losgehen sollen. Sachsens Landesdenkmalamt hatte zuvor bereits Fördermittel von bis zu 360.000 Euro zugesagt.

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Aus dem geplanten Start im Vorjahr wurde dann aber nichts. Das hatte zur Folge, dass erst die zugesagten Fördermittel ins neue Jahr übertragen werden mussten. Das habe sich hingezogen, so Detlev Goldbach. Dann sei noch Corona dazwischengekommen.

Inzwischen sei aber alles Nötige geregelt – und die Arbeiten können tatsächlich starten. Voraussichtlich ab nächster Woche oder übernächster Woche soll das Gerüst aufgebaut werden. Wenigstens eine Woche wird das dauern.  

Links der Wasserturm, mittig die Stadtkirche, rechts das Schloss: Die drei Gebäude prägen Strehlas Stadtansicht, wenn man von der B 182 bei Oppitzsch aus auf die 3.700-Einwohner-Stadt schaut.
Links der Wasserturm, mittig die Stadtkirche, rechts das Schloss: Die drei Gebäude prägen Strehlas Stadtansicht, wenn man von der B 182 bei Oppitzsch aus auf die 3.700-Einwohner-Stadt schaut. © Eric Weser

Steht das Gerüst, soll der Putz auf Schäden untersucht und ausgebessert werden. Den Putz komplett zu erneuern, sei nicht geplant, macht Detlev Goldbach deutlich. Das Hauptaugenmerk bei dem Projekt liege ohnehin auf den Turmdächern. Klar ist schon jetzt: Die hölzernen Dachstühle in mehr als 20 Meter Höhe sind stark beschädigt. Das sehe man auch, wenn man von innen bis dorthin aufsteige, sagt der Bauplaner.  

Doch in der Turmspitze könne man sich schlecht bewegen. Der volle Umfang der Schäden werde sich deshalb erst zeigen, wenn demnächst die Dachziegel abgenommen sind. Vom Schadensausmaß werde dann auch abhängen, wie lange die Arbeiten dauern, sagt der Strehlaer Bauingenieur. Sechs bis acht Wochen pro Turm seien da aber schnell um. 

Fertigstellung bis Jahresende

Das deutet schon darauf hin: Es soll nicht an beiden Türmen gleichzeitig gearbeitet werden. Laut Detlev Goldbach ist zunächst auch der Nordturm dran – der Uhrenturm. Die Uhrzeiger auf den Zifferblättern momentan immer auf 12 Uhr; die Glocke ist verstummt. Auch die  defekten Zeitanzeiger sollen bei den Arbeiten instandgesetzt werden. So zumindest das Ziel. Ein Weiteres lautet, die Arbeiten an den Türmen bis Jahresende abzuschließen.

Ein drittes Ziel ist, die derzeit grau-braunen Turmfassaden farblich aufzufrischen. Ob es dazu kommt und welche Farbe die Fassade künftig ziert, müsse mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt werden, so Detlev Goldbach. Wenn, dann werde es ein Farbton sein, der  sich jetzt schon am Schloss findet. Strehlas Stadtansicht könnte sich also in den kommenden Monaten durchaus nachhaltig ändern. 

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Die Strehlaer Schlosstürme stammen nach Angaben der Denkmalschutzämter aus dem 15./16. Jahrhundert. Das unbewohnte, ungenutzte Schloss gehört seit mehr als 25 Jahren dem Geschäftsmann Georg Thaler, der es von der Stadt Strehla gekauft hatte.

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