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Über 100 000 Euro Spenden für Konzert

Eine Woche nach der Kundgebung auf dem Neumarkt haben die Veranstalter die Hälfte der Kosten zusammen. Das ist nicht der einzige Erfolg.

Von Annechristin Bonß

Für das Konzert „Offen und bunt – Dresden für alle“ am 26. Januar kommen mehr und mehr Spenden zusammen. Inzwischen sind über 105 000 Euro auf dem Konto des Vereins „Dresden – Place to be“ eingegangen, teilen die Organisatoren auf ihrer Internetseite mit. Bei dem Konzert auf dem Neumarkt mit Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer, Silly, Sarah Connor und Keimzeit haben nach Angaben des Veranstalters 25 000 Menschen für Weltoffenheit, Toleranz und ein buntes Dresden demonstriert. Die Künstler sind dabei ohne Gagen aufgetreten. Allerdings hat der Verein die Kosten für Anreise, Übernachtung und Verpflegung übernommen. Insgesamt hat die Kundgebung 200 000 Euro gekostet. Für die Summe bürgen einige Mitglieder aus der Vereinsspitze mit ihrem Privatvermögen, darunter Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I im Uniklinikum.

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Mit dem Konzert wollten die Organisatoren andere Bilder von Dresden zeigen als die von den Pegida-Demos der vergangenen Monate. Das ist anscheinend gelungen. „Mich erreichten Anrufe und E-Mails auch aus Südafrika, Lateinamerika, den USA und aus Europa. Fast alle zeigten sich dankbar, sprachen von einem Signal der Hoffnung“, sagt Gerhard Ehninger. Inzwischen wirbt auch das Auswärtige Amt in Berlin mit dem Konzert für die Willkommenskultur in Deutschland. Ein Video in deutscher und englischer Sprache ist im Internet bei Youtube zu sehen. Zuvor hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mitgeteilt, dass das Ansehen Deutschlands durch die Proteste in Dresden geschädigt worden sei.

www.dresden-place-to-be.de

www.szlink.de/konzertvideo