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Über 33 000 Besucher im Waldbad

Zufrieden sind die Stadtwerke mit der Saison in Niesky, auch wenn diese nicht das Vorjahr erreicht. Das hat Ursachen.

Bei Temperaturen um die 30 Grad war das Nieskyer Waldbad auch in dieser Saison stark besucht. Der Tagesrekord lag bei 1 722 Gästen
Bei Temperaturen um die 30 Grad war das Nieskyer Waldbad auch in dieser Saison stark besucht. Der Tagesrekord lag bei 1 722 Gästen © SZ-Archiv / Jens Trenkler

An das Vorjahreshoch mit über 39 000 Besuchern sind die Stadtwerke Niesky als Betreiber des Waldbades Niesky 2019 nicht herangekommen. 33 602 Besucher seien in der diesjährigen Saison ins Waldbad gekommen, berichtet Verwaltungsleiterin Sabine Michler: „Unter dem Strich sind wir zufrieden mit der Saison, denn wir hatten einige besucherstarke Tage.“

Diese Tage konzentrierten sich vor allem auf den Juni, als schon richtig Hochsommer war und das Thermometer über 30 Grad Celsius anzeigte. 1 722 Gäste bevölkerten am 30. Juni, einem Sonntag, die beliebte Freizeiteinrichtung. „So viele Gäste hatten wir nur einmal in diesem Jahr. Zuvor, am 26. Juni, zählten wir 1 214 Tagesgäste. Das ist der zweitbeste Wert“, so die Verwaltungschefin. Nach ihrer Statistik ist der Juni 2019 mit seinen insgesamt 13 531 Badegästen der am besten besuchte Juni seit zehn Jahren.

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Der Juli brachte dem Waldbad aber auch noch einmal über 1 000 Tagesbesucher. Und zwar die Woche über. Vom 24. bis 26. Juli wurde dieser Wert erreicht. Im August nur einmal, am 11. des Monats. Hinzu kommt, dass in dieser Zeit die Sommerferien mit hineinspielen. Aber der bisherige Tagesrekord von 1 926 Gästen ist auch in den letzten beiden heißen Sommern nicht gebrochen worden. So viele Leute wurden am 11. Juli 2010 gezählt.

Ja, der 2019er Sommer war heiß, aber nicht so durchgängig heiß wie das Jahr zuvor. Es gab zwischendurch Tage, die nicht nach Badewetter aussahen. Hinzu kam, und das wird auch einige Badelustige vom Besuch abgehalten haben, dass die Plittstraße über den Sommer gesperrt war. Der Straßenbau in der Gersdorfstraße und das Verlegen der Medien für das im Bau befindliche Hospiz von Emmaus sorgten dafür. Somit standen die gewohnten Parkmöglichkeiten in der Plittstraße nicht zur Verfügung, obwohl an der Ecke Zinzendorfplatz/Poststraße ein großer Parkplatz von den Besuchern des Freizeitparkes genutzt werden kann.

Wichtig ist dem Betreiber auch die Feststellung, dass alle 33 602 Gäste das Freibad gesund wieder verlassen haben. Natürlich gab es – vor allem bei Kindern – zum Beispiel Schürfwunden zu versorgen. Das wurde gleich vor Ort bewerkstelligt. Ein Arzt musste nicht gerufen werden, auch dank der Umsicht des Personals. Das hat jetzt seinen wohlverdienten Urlaub eingelegt, denn der „Winterjob“ wartet nebenan auf die drei Beschäftigten. Sie werden vom Schwimm- zum Eismeister und sorgen zunächst für eine neue Eisfläche im Nieskyer Eisstadion. Denn für Mitte Oktober ist bereits das erste Heimspiel der Tornados angesetzt. Dass der Sommer wieder für zufriedene Badbetreiber gesorgt hat, lässt sich nicht nur in Niesky erfahren. Auch in der Stadt Weißwasser im Jahnbad sei man sehr zufrieden mit der Resonanz. Das Freibad hatte wie das Nieskyer bis Ende August geöffnet. Anders als in Niesky ist der Badbetreiber dort der Verein für Mobile Jugendarbeit und Soziokultur. Mitarbeiter Sebastian Krüger sagt, dass die Auswertung der Saison noch erfolgt. Danach kann man sagen, ob es mehr oder weniger Besucher als im Vorjahr sind. Denn zuerst habe der Eigentümer dieser Freizeitstätte, die Stadt Weißwasser, ein Recht auf das Ergebnis dieser Saison, so Krüger. Vom subjektiven Eindruck her sei alles gut gelaufen. Dazu gehören auch der vom Verein bereitgestellte Schwimmmeister sowie die Imbissversorgung der Badegäste. Genaueres lässt sich in den nächsten Tagen sagen.

Auch wenn Weißwasser noch nicht zu Ende gerechnet hat, liegt die Vermutung nahe, dass an die Vorjahreszahl an Besuchern nicht angeknüpft werden kann. Denn der Sachsentrend bestätigt, dass auch andere Freibäder weniger Gäste hatten im Vergleich zum Vorjahr. Die Dresdner Freibäder wurden jetzt am Sonntag geschlossen. Aus dem Rathaus der Stadt heißt es, dass vermutlich 400 000 Menschen die acht Freibäder aufgesucht haben. „Das ausgegebene Ziel von 340 000 Gästen ist dennoch übertroffen worden“, sagte ein Sprecher der Dresdner Bäder. Aber an die halbe Million Besucher vom Vorjahr sind die Dresdner nicht herangekommen.

Die Stadt Leipzig meldet über 200 000 Badegäste in ihren fünf Einrichtungen. Das Rekordjahr 2018 brachte der Stadt 267 000 Besucher. Dennoch ist 2019 das zweitbeste Ergebnis seit 2004, als die Leipziger Sportbäder gegründet wurden. Chemnitz meldet ebenfalls mit knapp 108 000 Badbesuchern weniger als im Vorjahr mit 135 800. Dennoch eine beachtliche Zahl, liegt der Durchschnitt vergangener Jahre bei 96 700 Freibadgästen in der Stadt.

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