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Döbeln

Über 50 Prozent weniger Touristen

Seit März liegt der Tourismus im Sächsischen Burgen- und Heideland auf Eis. Jetzt gibt es die ersten Zahlen dazu.

Symbolfoto.
Symbolfoto. © Sebastian Kahnert/dpa

Region Döbeln. Mitte März gingen die ersten Stornierungen aufgrund der Corona-Beschränkungen in den Unterkünften der Region ein. Ab 18. März wurde die Beherbergung in Sachsen gänzlich untersagt. Welche Auswirkungen das auf die touristischen Anbieter im Sächsischen Burgen- und Heideland hat, liegt nun in Zahlen vor. Das Statistische Landesamt Sachsen hat am Dienstag den Besucherbericht für März vorgelegt.

Um fast 53 Prozent ist die Zahl der Ankünfte im Sächsischen Burgen- und Heideland im Vergleich zum März 2019 zurückgegangen. So wurden noch knapp 24.800 Ankünfte verzeichnet. Die Auslastung der Beherbergungsstätten lag bei fast 30 Prozent. Die Übernachtungszahlen sanken um mehr als 31 Prozent. Im Schnitt bleiben die Besucher im März vier Tage in der Region.

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Bezüglich der Zahl der Ankünfte ist die Abweichung zum Vorjahr im Sächsischen Burgen- und Heideland noch mit am geringsten in Sachsen. Deutlich stärker betroffen sind die Dresden und Leipzig mit jeweils 61 Prozent Rückgang bei den Ankünften im Vergleich zum Vorjahr.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Doch das ist noch nicht die Spitze des Eisberges. „Im März waren wir noch voller Hoffnung, doch es ist noch zur Katastrophe gekommen“, sagt Dr. Katharina Sparrer, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland mit Sitz in Waldheim. Die Zahlen für April, die das Statistische Landesamt Sachsen voraussichtlich im Juni veröffentlichen wird, werden noch schlimmer sein. Schließlich sei erst im Mai mit den Lockerungen begonnen worden. Und selbst diese können viele Einrichtungen nicht ohne Weiteres umsetzen.

„Bis jetzt ist es noch nicht allen gelungen, wieder aufzumachen, weil die Auflagen nicht überall erfüllt werden können“, sagt Katharina Sparrer. Es sei auch nicht auszuschließen, dass manche Einrichtungen geschlossen bleiben. „Obwohl mir da bisher noch nichts bekannt ist.“

Gemeinsam versuche der Tourismusverband jetzt mit der Leipzig Tourismus Marketing GmbH sowie dem Dehog Hotel- und Gaststättenverband Sachsen das Geschäft wiederzubeleben. Ein Mittel dabei sei, gemeinsam um Touristen zu werben, so Katharina Sparrer.

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