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Über 500 Besucher bei Geschichtsausstellung

Bretnig-Hauswalde. Eine große Resonanz hat die Exposition „Zerstört und Aufgebaut“ gefunden.

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Von Birgit Engel

Bretnig-Hauswalde. Im Ratskeller des Gemeindeamtes Bretnig-Hauswalde geht heute die Ausstellung „Zerstört und Aufgebaut“ zu Ende. Mehr als ein halbes Tausend Interessenten sahen sich die Exposition an, die der Arbeitskreis Ortsgeschichte aus Anlass des 60. Jahrestages des Kriegsendes organisiert hatte. Als fünfhundertster Besucher konnte vor wenigen Tagen Ingeborg Dornig aus Bretnig-Hauswalde begrüßt werden.

Die Ausstellung sollte an die sinnlose Zerstörung in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges in der Gemeinde erinnern. Schautafeln von Schülern des Kreises Kamenz sowie Fotos von zerstörten Gebäuden und deren Wiederaufbau waren zusehen. Bereits 1965 hatte der Fotoklub der Gemeinde die Gebäude abgelichtet. Mit Fotos von 2005 wurde der heutige Zustand gezeigt. „Weiteres Fotomaterial ist uns inzwischen von Besuchern dem Arbeitskreis überreicht worden“, war von Frank Große vom Arbeitskreis Ortsgeschichte zu erfahren.

Das Interesse an der Ausstellung war groß. Die Gäste gehörten den verschiedensten Altersgruppen an. „Die Besucher kamen nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch von außerhalb. Viele frühere Einwohner sahen sich die Ausstellung an. Der weiteste Besucher kam aus Rostock. Herr Schubert wohnte früher selber auf dem Brettmühlenweg. auch dieses Wohnhaus war 1945 zerstört worden.“ Lange Gespräche gaben dabei den Ortschronisten auch Hinweise auf das schreckliche Geschehen von damals. „Besonders über die Flucht und Rückkehr wurde berichtet. Nicht wieder darf sich so etwas wiederholen, war die einhellige Meinung“, berichtet Frank Große. „Für den Arbeitskreis Ortsgeschichte ist die hohe Besucherzahl Anlass, weiter die Historie des Ortes aufzuarbeiten.“