SZ +
Merken

Über 50 000 Euro für das Görlitzer Hallenhaus

Zwei Stiftungen und das Land Sachsen geben Geld für das Gebäude am Untermarkt. Was entsteht, ist jedoch noch unklar.

Teilen
Folgen
© Pawel Sosnowski

Von Steffen Schreiber

Görlitz. Die Bauarbeiten am Hallenhaus am Untermarkt 25 haben bereits begonnen. Damit wird eines der letzten unsanierten Häuser im Herzen Görlitz wieder instand gesetzt. Das Gebäude gehört zu den 35 bedeutenden Hallenhäusern der Stadt und ist seit etwa 20 Jahren im Besitz des Hotel-Börse-Eigentümers Georg Rittmannsperger. Bei seiner Sanierung erhält er nun Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). 20 000 Euro stehen für die Restaurierung des Hauptportals sowie Steinmetzarbeiten an Treppen, Balustraden, Säulen und Pfeilern des Bürgerhauses zur Verfügung.

Damit setzt sich eine langfristige Unterstützung der Stadt durch die Denkmalstiftung fort, wie Pressesprecherin Ursula Schirmer erklärt. „Wir haben schon sehr viel in Görlitz gefördert.“ In jedem Jahr vergibt die DSD zwischen 20 und 25 Millionen Euro an etwa 500 Projekte in ganz Deutschland. „Wir haben jedoch dreimal so viele Anträge“, erklärt Schirmer. Ob ein Projekt eine Förderung bekommt, entscheidet nach einer ersten Vorauswahl ein Fachgremium. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Görlitzer Untermarkt. „Das ist die erste Stiftungsförderung, die in dieses Haus fließt“, sagt Schirmer.

Zusätzlich dazu erhielt Rittmannsperger 17 000 Euro aus der Altstadtstiftung sowie 16 000 Euro vom Land Sachsen. Dazu kommen Eigenmittel. Am kommenden Donnerstag um 11 Uhr soll der Fördervertrag an den Georg Rittmannsperger offiziell übergeben werden. Dabei anwesend: Peter Mitsching, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, Jörg-Peter Thoms, Ortskurator Görlitz der DSD und Bezirksdirektor Marko Kuring von der Sächsischen Lotto GmbH. Letztere ist mit der Lotterie GlücksSpirale entscheidend an der DSD-Finanzierung beteiligt.

Wie das Gebäude später genutzt werden soll, ist noch unklar. Ersten Informationen zufolge könnte die Softwarefirma Cideon in die historischen Räume einziehen. Jedoch wollte die Firma dazu noch keine Aussage treffen. In den vergangenen Jahren war das Hallenhaus, in dem bereits der Görlitzer Stadtarchitekt Wolfgang Kück sein Lager aufschlug, für verschiedene Projekte im Gespräch. So sollte etwa ein Universitätsinstitut für Denkmalschutz oder auch ein Textilmuseum im Gebäude am Untermarkt entstehen.