SZ +
Merken

Über 50 Grad und es wird noch heißer ...

Zu „Stadträte ziehen beim Lift die Notbremse“ (SZ vom 12.Juni), schreibt Andreas Bednarz aus Meißen: Die peinliche Geschichte um den Aufzug am Burgberg ist typisch hausgemacht. Mich würde interessieren,...

Teilen
Folgen

Zu „Stadträte ziehen beim Lift die Notbremse“ (SZ vom 12. Juni), schreibt Andreas Bednarz aus Meißen:

Die peinliche Geschichte um den Aufzug am Burgberg ist typisch hausgemacht. Mich würde interessieren, warum man in Ausschreibungsverfahren solche Notsicherungsmaßnahmen als oberstes Sicherheitsprinzip nicht berücksichtigt, sondern glatt einspart. Mit der Begründung, es sei eher unwahrscheinlich oder zu selten und daher zu vernachlässigen. Wie sehr, konnte man bereits öfters sehen.

Es ist derselbe planerische Schwachsinn, wie bei der Notschranke am Schottenbergtunnel, die man in einem Anfall von überbordender Klugheit auf die Brücke setzte, also noch vor der entlastenden Abfahrt zur B 6. Ein Rückstau ist im Bedarfsfall somit vollkommen unnötig programmiert.

Dieselbe planerische Weitsicht scheint man beim Aufzug an den Tag gelegt zu haben. Eine integrierte und von der Kanzel aus handhabbare Belüftung sollte kein Problem darstellen. Und was die absurd langen Zeitraum anbelangt, über den die Passagiere hilflos mitten auf der Strecke, kurz vorm Ziel und dennoch unerreichbar, feststeckten, so hätte man auch hier eine Notrettungsmaßnahme schon bei der Planung berücksichtigen können. Eine, die es zum Beispiel ermöglicht, im Notfall die Kanzel allein durch deren Eigengewicht hydraulisch wieder nach unten gleiten zu lassen.

Wartezeit null, allenfalls eben statt einer Fahrt ersatzweise mit einem Fußmarsch auf die Burg verbunden.

Na und? Laufen ist gesund. Statt eines Pseudo-Panoramablicks, schweißnass, noch dazu bei angelaufenen Scheiben.