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Über den Tellerrand schauen

Frank Oehl über das Projekt des Seifenniegelhauses.

Von Frank Oehl
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© Franzy Höhne

Die Genossenschaft Neue Altstadt Kamenz verweist zu Recht darauf, dass sie Neuland beackert: die Schaffung einer „Gemeinbedarfseinrichtung“ durch Privathand. Sicher müssen dabei alle Eventualitäten abgewogen werden. Und sie nennt in ihrem offenen Brief auch ein Beispiel, wie es gehen könne. In der Stadt Reichenbach im Vogtland wurde ein finanziell noch größeres Vorhaben (als die Sanierung des Ex-Niegelhauses in Kamenz) mit einem Notarvertrag begleitet, der die öffentliche Nutzung „dringlich“ im Grundbuch sichert, was auch in Kamenz problemlos möglich wäre.

Die Anregung, mal über den Tellerrand zu schauen, ist naheliegend. Erst recht, wenn man den großen Bedarf nach betreutem Wohnen für gehandicapte Menschen auch in Kamenz sieht. Und auch, weil hier eine sogar schon mal preisgekrönte Bürgergemeinschaft tätig ist. Worauf wollen wir noch warten? Dringend angebracht ist, dass sich alle Beteiligten möglichst schnell noch einmal zusammensetzen, um das Projekt „Bautzner Straße 13“ zu retten.