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Über die „Junge Gemeinde“ zur diamantenen Hochzeit

Sieghilde und Manfred Hentschel aus Diehsa sind seit 60 Jahren verheiratet. Aber kennengelernt hat sich das Paar schon eher.

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Von Bernhard Donke

Sie können auf 60 glückliche Jahre zurückblicken – und das in guten wie auch in weniger guten Zeiten. Das Ehepaar Sieghilde und Manfred Hentschel hat am Freitag seine diamantene Hochzeit im Bauernhof-Café auf dem „Geflügelhof Mario Steinert“ in Diehsa gefeiert. Mit dabei sind auch die vier Kinder, acht Enkel und sieben Urenkel gewesen, die inzwischen die Familie haben wachsen lassen. Gemeinsam begangen sie den Tag, an dem sich ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern vor Pfarrer Erich Lucka in der Diehsaer Evangelischen Kirche am 20. Mai 1956 das „Ja-Wort“ fürs Leben gaben. Einen Tag zuvor schlossen sie ihren Bund vor dem Standesbeamten mit einem „Ja, wir wollen“.

Kennengelernt haben sich der in Görlitz geborene und 1938 mit den Eltern nach Diehsa gezogene Manfred und seine im Ort geborene Sieghilde schon drei Jahre zuvor in der „Jungen Gemeinde“ ihrer Kirchengemeinde. Allerdings verging noch einige Zeit, ehe der Funke der Liebe übersprang. Doch als sich beider Blicke dann doch trafen, folgte bald darauf schon die Hochzeit. Eine Ehe, die beide bis zu ihrem Vorruhestand voll im Berufsleben sah. Der 83-Jährige ist gelernter Stellmacher, die 78-Jährige gelernte Verkäuferin. Allerdings arbeitete Sieghilde nicht mehr in dem Beruf, sondern war im Hoch- und Tiefbau Pirna-Raumzelle Dauban als Lohnbuchhalterin tätig – und das bis zu ihren Vorruhestand. Manfred arbeitete auch bis zum Schluss seines Berufslebens in derselben Firma, als Raumzellenbauer in der Holzabteilung. Freizeit blieb dabei kaum, zumal die Frau noch vier Kinder auf die Welt brachte. Und wenn doch, dann verbrachte diese das Ehepaar bei ihrem Hobby als aktive Bläser im Posaunenchor der Kirchgemeinde.

Heute, nach 60 Ehejahren, haben sich die Interessen geändert. So widmet sich Manfred ganz seiner umfangreichen Taubenzucht. Sieghilde hingegen verbringt die Zeit am liebsten mit den Enkeln und Urenkeln ihrer Familie, denen sie eine fürsorgliche Großmutter ist. Und das Ehepaar hofft, wie auch ihre Kinder und Freunde ihm das wünschen, dass es noch viele gemeinsame und glückliche Jahre bei guter Gesundheit verleben kann.