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Döbeln

Über die neue B 175 zur Autobahn

Ein großes Teilstück der neuen Trasse in Döbeln Ost ist fertig. Für den Weiterbau wird es in wenigen Tagen freigegeben.

In einer Woche ändert sich die Verkehrsführung vom Gewerbegebiet Döbeln Ost in Richtung Auffahrt zur A 14. Denn dann wird das erste Stück der neu gebauten B 175 freigegeben.
In einer Woche ändert sich die Verkehrsführung vom Gewerbegebiet Döbeln Ost in Richtung Auffahrt zur A 14. Denn dann wird das erste Stück der neu gebauten B 175 freigegeben. © Dietmar Thomas

Döbeln. Wer aus der Innenstadt von Döbeln in Richtung Autobahnauffahrt Ost unterwegs ist, muss ein regelrechtes Ampelhopping absolvieren.

Aber in wenigen Tagen entschärft sich die Situation etwas. Nachdem die Auffahrt zur A 14 in Richtung Dresden fertiggestellt wurde, werden die Kraftfahrer bereits jetzt auf ein kurzes Stück der neuen Trasse geleitet. Parallel dazu wird die bisherige Fahrbahn in diesem Bereich zurückgebaut.

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Die neue Straße, die in Sichtweite der alten gebaut wurde, ist inzwischen soweit fertig, dass sie genutzt werden kann – und soll. „Für den Ausbau des Knotens Zschäschütz wird der Verkehr ab dem 5. August auf die neue Straße im Bereich zwischen der Autobahnanschlussstelle Döbeln-Ost und der Kreisstraße K 7515 umgelegt“, erklärt Nicole Wernicke, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage des Döbelner Anzeigers.

Verkehrsführung ändert sich

Für den Ausbau der Kreuzung am Chausseehaus ist eine andere Verkehrsführung in die Richtungen Zschäschütz, Pommlitz, Mochau und das Gewerbegebiet Döbeln Ost 1 b nötig. Deshalb wird am 5. August auch die neue Brücke, die gegenüber von Autoteile Unger entstanden ist, in Betrieb genommen. Die Brücke verbindet künftig die beiden Teile des Gewerbegebietes in Ost. Über sie fließt vorerst der Verkehr von und in die Stadt Döbeln sowie nach Oberranschütz und Mochau.

Die Umleitung ab dem Kreisel bei Kress bleibt aber bestehen. Die Zufahrt zu den Tankstellen ist von dort weiter gewährleistet. Der Straßenabschnitt bleibt jedoch eine Sackgasse.

„Aktuell werden alle Arbeiten zur Vorbereitung der neuen Verkehrsführung ausgeführt“, so die Pressesprecherin. Dazu gehören der Aufbau der Leiplanken und des Brückengeländers sowie das Aufbringen der Markierungen. „Außerdem werden derzeit Komplettierungsarbeiten am Regenrückhaltebecken und Straßenbauarbeiten an der Autobahnanschlussstelle Döbeln-Ost ausgeführt“, sagt die Pressesprecherin.

Nach Fertigstellung des Knotens Zschäschütz erfolge eine neue bauzeitliche Verkehrsführung. Darüber werde das Lasuv separat informieren. Die vollständige Verkehrsfreigabe der neuen Trasse sei bis Ende dieses Jahres geplant.

Dann ist die Gakendelle Geschichte. Die Planungen für das Vorhaben reichen bis in das Jahr 1993 zurück. Aber erst im September 2017 konnte die Firma Strabag mit den Arbeiten an dem Großprojekt beginnen. Bei dem werden auf dem rund 2 280 Meter langen Abschnitt bis zur Autobahn insgesamt zwei Brücken, zwei Regenrückhaltebecken und 33 000 Quadratmeter Straße gebaut. Die Kreisstraße nach Mochau wird durch das Gewerbegebiet verlegt.

Für eine bessere Sicherheit

Die mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe in Natur werden durch mehrere Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Dazu gehören Gehölzpflanzungen nordöstlich von Oberranschütz und am Regenrückhaltebecken, Pflanzung von Straßenbäumen sowie die Erweiterung einer Streuobstwiese am Gewerbegebiet Döbeln Ost.

Der Landkreis Mittelsachsen und die Stadt Döbeln sind finanziell an dem Bauvorhaben beteiligt. Der Anteil des Landkreises beträgt 1,2 Millionen Euro. Die gleiche Summe muss für das Verlegen von Ver- und Entsorgungsleitungen des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Oschatz, der Wasserwirtschaft und der Stadtwerke Döbeln ausgegeben werden. Das gesamte Projekt wird voraussichtlich 16,3 Millionen Euro kosten.

Neben der besseren Verkehrsanbindung der Gewerbegebiete wird mit dem Ausbau der B 175 auch die Verkehrssicherheit erhöht. Denn in der Gakendelle haben sich häufig Unfälle ereignet, darunter auch solche mit tödlichem Ausgang. (mit jh)