SZ +
Merken

Über Jugendschutz diskutiert

Herr Käseberg, Schulleiter der MS Pulsen, schreibt:

Teilen
Folgen

Kaum waren am Sonnabendmorgen die letzten vorbereitenden Handgriffe getan, erschienen die Besucher. So kamen diesmal auch Familien aus Röderau und Walda, um zu schauen, wie es so ist in der Mittelschule Pulsen. Sie fanden Bewährtes vor, aber auch viel Neues.

So wechselten Bücher aus zweiter Hand gegen einen geringen Obolus den Besitzer, Weihnachtsgestecke und andere weihnachtliche Dinge wurden am Stand des Freizeitclubs angeboten, und beim Schachwettkampf konnte man seine Fähigkeiten demonstrieren. Die Gäste bekamen Einblick in verschiedene Unterrichtsfächer wie Ethik, Physik und Chemie.

In den Kabinetten des Profilunterrichts stellten die Lehrerinnen Schülerarbeiten der Fächer Hauswirtschaft und Technik vor. Gleichzeitig informierten sich die Besucher über das neue Fach WTH. Umlagert waren die Computer zum Surfen im Internet. Hochbetrieb herrschte vor allem um die Mittagszeit an den Ständen mit Bratwurst und Kesselgulasch.

Erstmals gab es in der Sporthalle eine Podiumsdiskussion. Thema war das Jugendschutzgesetz. Der Einladung waren Vertreter von Jugendamt, Polizeidirektion, der Bürgermeister der Gemeinde Röderaue, ein Vertreter der Eltern sowie Schüler gefolgt. Offen wurden Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in den Dörfern und das Freizeitverhalten der Jugendlichen diskutiert. Es verwundert schon, wenn Schulpflichtige die Einstellung vertreten: Meine Alten können erzählen, was sie wollen, ich mach sowieso, was ich will. Da wurde unter anderem auf die Erziehungspflicht der Eltern hingewiesen. Vorschläge und Anregungen zur Verbesserung der Jugendarbeit in den Orten nahm Bürgermeister Herklotz mit.