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Hoyerswerda

Überalterung drückt die Einwohnerzahlen

Es gibt aber auch eine Stadt und eine Gemeinde im Hoyerswerdaer Land, die 2019 Wachstum registrierten.

© Grafik: Franka Schuhmann

Hoyerswerda. Die Zeiten dramatischer Einwohnerverluste in der Region Hoyerswerda sind vorüber. Was der bevorstehende Strukturwandel bewirkt, lässt sich heute allerdings noch nicht sagen. Nachfolgend die aktuellen Daten aus den Einwohnermeldeämtern der hiesigen Städte und Gemeinden.

Bernsdorf verliert Einwohner trotz Geburten-Plus und Zuzügen

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Obwohl im vergangenen Jahr in Bernsdorf mehr Zuzüge (324) als Wegzüge (306) registriert wurden, ist die Einwohnerzahl insgesamt um 110 Personen zurückgegangen. Zum Jahreswechsel lebten in der Stadt und ihren vier Ortsteilen 6.455 Menschen. Maßgeblichen Einfluss auf diesen Abwärtstrend hatte die hohe Zahl von 123 Sterbefällen. Im Jahr zuvor waren es noch 89 gewesen. Die Geburten konnten diesen Einwohnerverlust bei Weitem nicht aufhalten. 42 Kinder erblickten 2019 das Licht der Welt, im Jahr 2018 waren es 38 Kinder gewesen. Vor zehn Jahren hatte die Stadt Bernsdorf übrigens noch weniger Einwohner als heute, nämlich 5.998. Für den Einwohnerzuwachs sorgte die per 2012 erfolgte Eingemeindung von Wiednitz. Seinerzeit schoss die Einwohnerzahl auf 6.751 nach oben.

Weniger Sterbefälle und mehr Zuzüge in der Elsterheide

Entgegen dem allgemeinen Trend hat die Gemeinde Elsterheide im vergangenen Jahr ihre Einwohnerzahl steigern können, wenn auch um gerade mal zwei Personen. Zum Jahreswechsel lebten in der Gemeinde 3.486 Menschen. Das waren 287 Menschen weniger als zehn Jahre zuvor. Konstant blieb die Anzahl der Geburten. In den vergangenen zwei Jahren erblickten jeweils 25 Kinder das Licht der Welt. Einen deutlichen Rückgang von 55 im Jahr 2018 auf 43 im Jahr 2019 gab es bei den Sterbefällen. Erfreulich auch die Bevölkerungsbewegung im vergangenen Jahr. 89 Menschen kehrten der Elsterheide zwar den Rücken. Dafür gab es aber 109 Zuzüge.

Weniger Menschen verlassen die Stadt Hoyerswerda

Eine leichte Steigerung gab es im vergangenen Jahr bei den Zuzügen. 1.376 Menschen kamen an die Schwarze Elster. Im Jahr zuvor waren es 1.349 gewesen. Sehr viel deutlicher ist die Differenz bei den Wegzügen. Während 2018 laut den städtischen Quartalsberichten 1.377 Personen die Stadt verließen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 1.132. Mehr Zu- und gleichzeitig weniger Wegzüge konnten den Einwohnerrückgang insgesamt aber nicht stoppen. Zum Jahreswechsel hatten 32.775 Menschen in der Stadt ihren Hauptwohnsitz. Ein Jahr zuvor waren es 33.053 gewesen, macht einen Rückgang von 0,8 Prozent. Vor zehn Jahren betrug die Einwohnerzahl noch 38.218. Bei den Geburten gab es von 2018 (193) zu 2019 (198) eine Minimalsteigerung. Leicht zurückgegangen sind die Sterbefälle von 610 (2018) auf 582 (2019). Nicht die Bevölkerungsabwanderung, sondern die Überalterung ist inzwischen maßgeblich für den Einwohnerrückgang in der Stadt Hoyerswerda verantwortlich.

Lauta verliert knapp 1.000 Einwohner in zehn Jahren

Ein Geburtenplus verzeichnete die Stadt Lauta im vergangenen Jahr. 63 Kinder erblickten das Licht der Welt. 2018 waren es nur 56 gewesen. Gleichzeitig wurden auch weniger Sterbefälle registriert. Deren Anzahl ging von 154 im Jahr 2018 auf 126 im Jahr 2019 zurück. Die Gesamteinwohnerzahl betrug zum Jahreswechsel 8.406, das waren 30 weniger als ein Jahr zuvor und 984 weniger als vor zehn Jahren.

Mehr Neugeborene in der Gemeinde Lohsa

Im Verlauf des Jahres 2019 hat die Gemeinde Lohsa unterm Strich 43 Einwohner verloren. Ende des Jahres lebten hier 5.265 Menschen. Die Anzahl der Geburten stieg leicht auf 34 an. Im Jahr 2018 waren nur 27 neue Erdenbürger registriert worden. Bei den Sterbefällen gab es zwischen 2018 (63) und 2019 (64) kaum eine Veränderung. Zurückgegangen, das fällt auf, ist die Anzahl der Zuzüge, nämlich von 177 im Jahr 2018 auf 135 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig ist die Anzahl der Wegzüge von 155 (2018) auf 148 (2019) zurückgegangen. Knapp 600 Menschen weniger als vor zehn Jahren lebten zum Jahreswechsel in der Gemeinde.

Rückläufiger Trend bei der Einwohnerzahl in Spreetal

Sowohl bei den Geburten als auch bei den Sterbefällen hat die Gemeinde Spreetal einen rückläufigen Trend zu verzeichnen. Nach 14 Kindern im Jahr 2018 kamen im vergangenen Jahr nur noch elf Kinder zur Welt. Und da es im Vorjahr mehr Wegzüge (98) als Zuzüge (74) gab, sank auch die Einwohnerzahl weiter um insgesamt 39 Personen auf am Ende 1.865. Am 31. Dezember 2009, zum Vergleich, hatte die Gemeinde Spreetal noch 2.085 Einwohner.

Wittichenau gewinnt die meisten Einwohner

Mehr Zuzüge als Wegzüge wurden im vergangenen Jahr in Wittichenau registriert. Hier verzeichnete die Stadt ein Plus von 24. 225 Menschen entschieden sich für einen Hauptwohnsitz in der Stadt bzw. den Ortsteilen. Ein Mini-Plus gab es auch bei den Geburten. Die Anzahl stieg von 43 im Jahr 2018 auf 45 im Jahr 2019. Um etwa ein Drittel geringer fiel die Anzahl der Sterbefälle aus. 2018 waren es 87 gewesen, im vergangenen Jahr nur noch 53. Macht unterm Strich einen Zuwachs von 17 Einwohnern gegenüber dem Vorjahr. Zum Jahreswechsel lebten in Wittichenau 5.778 Menschen. Zehn Jahre zuvor waren es 6.015 gewesen.