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Überladen und mit defekten Bremsen

Eine Streife des Bautzener Autobahnpolizeireviers hat jetzt eine „rollende Zeitbombe“ aus dem Verkehr gezogen. Ihr war auf der Autobahn bei Kodersdorf ein Lastwagen mit Anhänger in deutlicher Schräglage aufgefallen.

Eine Streife des Bautzener Autobahnpolizeireviers hat jetzt eine „rollende Zeitbombe“ aus dem Verkehr gezogen. Ihr war auf der Autobahn bei Kodersdorf ein Lastwagen mit Anhänger in deutlicher Schräglage aufgefallen. Eine Untersuchung ergab, dass an dem Mercedes Bremse und Federung defekt waren. Überdies war das Gespann um dreieinhalb Tonnen überladen. Besonders kritisch war der Anhänger: Er schleppte fast doppelt so viel wie erlaubt – und das mit defekter Bremsanlage sowie abgefahrenen Reifen. Das Ganze geschah laut Polizei offenbar vorsätzlich: Der 57-jährige Berufskraftfahrer wusste um die Mängel, scherte sich aber nicht darum. Ein Sachverständiger bestätigte die absolute Verkehrsunsicherheit des Lkw, die Polizisten legten ihn am Kodersdorfer Autohof still. Kurz darauf endete am gleichen Ort für einen in Polen zugelassenen Sattelzug die Fahrt. Eine Streife des Verkehrsüberwachungsdienstes hatte den Lastwagen aus dem Verkehr gewunken. An der Volvo-Zugmaschine waren an allen Achsen die Bremsscheiben gerissen. Diese klafften bis zu fünf Millimeter auseinander. Die Bremswirkung in diesem Zustand ist gleich null. Auch am Auflieger war die Bremsanlage defekt. Für den 43-jährigen Berufskraftfahrer stand nach der technischen Prüfung ebenfalls das Ende der Reise fest. Die Streife legte auch diesen Sattelzug still. Fahrer und Halter der Lkws wurden angezeigt. Gegen die Halterfirmen laufen ebenfalls Verfahren. (SZ)

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