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Ufo in Kamenz gelandet

An der Pulsnitzer Straße gibt es ein neues Giebelbild. Aber was ist eigentlich mit dem Vorgängerbild passiert?

Diesmal sind E.T., Alf, Darth Vader, Men in Black, Aliens, Mr. Spock, und einige andere bekannte Weltraum-Figuren mit dem Ufo an der Wand der Pulsnitzer Straße 15 in Kamenz gelandet. Ein Hingucker!
Diesmal sind E.T., Alf, Darth Vader, Men in Black, Aliens, Mr. Spock, und einige andere bekannte Weltraum-Figuren mit dem Ufo an der Wand der Pulsnitzer Straße 15 in Kamenz gelandet. Ein Hingucker! © René Plaul

Kamenz.  Zuletzt war Lessing angesagt. Nun sind die Außerirdischen gelandet. Am Giebel der Graphixer GmbH an der Pulsnitzer Straße gibt es seit Tagen allerhand Neues zu bestaunen. Von Star Wars-Gestalten, den Men in Black über E.T.  bis hin zur ungarischen Zeichentrickfigur Adolar ist fast die gesamte Weltraum-Liga vertreten.  Spaziergänger bleiben minutenlang stehen und erkunden die Details. Auch Autos tuckern langsamer also sonst vorbei. Endlich halten sich fast alle an die vorgegebenen 30 km/h ...

Nach der Lessing-Collage von Maike Kegel, die seit letztem Sommer  an dieser Stelle hing, gibt es nun wieder einen echten "Hochstaedter". Mit dem Künstler verbindet die Werbeagentur eine langjährige Zusammenarbeit. Er stellte bereits die Vorlage für das allererste Giebelbild 2018.  Robert Hochstädter ist gebürtiger Rostocker, studierte in Wismar Kommunikationsdesign und Medien und arbeitet seit 2006 als freiberuflicher Grafiker, Graffiti-Künstler, Illustrator und Dozent. 

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Der Plan, die schmucklose große Wand der Pulsnitzer Straße Nummer 15  mit Kunst auszufüllen, ist nicht neu. Von Anfang an war er mit in die Baubeantragung eingeflossen.  Der Kamenzer René Ebert sanierte das uralte Stadthaus und  führt in diesem seine Werbeagentur seit 22 Jahren. Schon sein Urgroßvater lebte hier. "Kunst im öffentlichen Raum gibt es viel zu wenig. Dies hier kann ein Beitrag sein", so Ebert.

Kamenzer Marketing-Motto: The Place to (E) aufgegriffen

Und so ist das Ufo mittlerweile spektakulär gelandet und prangt wie immer von einer neunmal sechs Meter großen, bedruckten Plane.  Die Idee dahinter war diesmal  das Kamenzer Marketing-Motto "The Place to (E)". Damit  möchte die Werbeagentur ein Zeichen setzen, dass Kamenz mit frischer Energie durchstartet. Die Lessingstadt ist neben der literarischen Komponente bekanntermaßen auch Batterie-Kompetenz-Zentrum für Elektromobilität. Was passt da besser, als ein Bild der Zukunft zu zeichnen? Auch wenn das Ganze mit dem ein oder anderen Augenzwinkern zu sehen ist. 

"Teil des neuen Banners ist eine Social-Media-Kampagne mit neuem Instagram-Account und Gewinnspiel auf eben diesem und auf Facebook. Die Aktion wird noch einige außerirdische Überraschungen bereithalten", heißt es. Im Stadtgebiet sind  beispielsweise kleine Ufos auf Gehwegen und Straßen "gelandet". Wer sie entdeckt, kann davon ein Foto machen. Infos dazu gibt es unter den beigefügten QR-Codes. So kann man sich  obendrein auf eine virtuelle Schnitzeljagd begeben. Den Fleißigen winken schöne Preise.

Und wo ist das Vorgängerbild gelandet?

Viele fragen sich nun, was mit dem Vorgängerbild passiert? "Auf unser Angebot der karitativen Versteigerung ist leider niemand zielführend eingegangen, weshalb es sich jetzt in einem Privathaushalt befindet. Eine längere Lagerung in unseren Räumen war aus Platzgründen nicht möglich, deshalb hatten wir den Bannerwechsel auch frühzeitig anmoderiert", so die Graphixer GmbH.

Auf der Kamenz-Facebookseite wurde das Thema vor Wochen kurz andiskutiert. "Es gab den Vorschlag seitens der Firma, Taschen oder ähnliches daraus zu upcyclen,  und einen Verkauf oder eine Versteigerung für einen guten Zweck zu organisieren", so Sieglinde Tschentscher von der Kamenzer Stadtwerkstatt. Dies scheiterte allerdings ebenfalls an Lagermöglichkeiten und der technischen Umsetzung des Vereines.  Vielleicht wäre es sogar ein passendes Giebelbild für das Tanzhaus am Bönischplatz?  Und vielleicht gibt es  ja doch noch Ideen? "Es wäre schade, wenn das im Sande verlaufen würde", so Sieglinde Tschentscher.

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