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Uhrenfirma Lange holt Lehrausbildung zurück

Die jungen Leute brauchen bald nicht mehr pendeln. Auch in der Ausbildung sollen sie vom Umzug profitieren.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Glashütte. Die Zeiten, als der Luxusuhrenhersteller Lange Platzprobleme hatte, sind dank des Neubaus vorbei. Dieser wurde im August 2015 von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) feierlich eingeweiht.

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Nicht nur die Uhrmacher von Lange, sondern auch die Teilefertiger der Firma haben damit bessere Arbeitsbedingungen erhalten als in den bisher genutzten Betriebsstätten. Diese sind nun zum Großteil frei geworden. Lange nutzt dies, um seine Lehrlingsausbildung stärker mit der Produktion zu verzahnen. Die Manufaktur verlegt das Aus- und Weiterbildungszentrum von Bärenstein zurück nach Glashütte. Der Umzug hat begonnen, sagt Personalleiterin Christine Land. Das dritte Lehrjahr ist bereits in das Gebäude gezogen, das einst von der Lange-Akademie genutzt wurde. In den nächsten Wochen werden die Lehrlinge des ersten und zweiten Lehrjahrs nachziehen. Ende März soll der Umzug angeschlossen sein.

Ausbildung soll noch besser werden

Ihr neues Domizil wird das Lange-Aus- und Weiterbildungszentrum im sogenannten Sacher-Gebäude haben. Diesen Industriebau hatte Lange 2012 vom Glashütter Unternehmer Heiko Sacher angemietet. Lange investierte eine sechsstellige Summe, um das Haus für seine Zwecke umzubauen. Danach nahmen hier Werkzeugbauer, die Mitarbeiter der IT-Abteilung, die Gebäudeverwaltung und Teile der Finish-Abteilung ihre Arbeit auf. Nun wurden wieder Umzugskisten gepackt, damit die Lehrlinge hier einziehen können.

Lange verspricht sich vom Umzug einiges. Die Ausbildung in Bärenstein habe schon „eine sehr gute Qualität“ gehabt, sagt Frau Land. Diese möchte man nun noch mal steigern. Denn die jungen Leute werden nun stärker an der Produktion dran sein. „Sie können sich hier mit ihren Vorgesetzten auch mal entspannt in der Kantine unterhalten“, sagt Frau Land.

In Bärenstein nutzte die Lehrwerkstatt die frühere Mittelschule. Diese hatte der Uhrenhersteller 2006 von der Stadt Altenberg angemietet und dann aufwendig saniert. Zunächst zog hier die Geschäftsführung der Firma ein. 2010 wechselte diese wieder zurück nach Glashütte ins Stammhaus. Dort zog die Lehrwerkstatt aus und ging nach Bärenstein. Statt 250 Quadratmeter standen ihr dort 600 Quadratmeter zur Verfügung. „Wir haben sie aber nicht komplett genutzt“, sagt Frau Land. In Bärenstein gibt es sehr große Flure und Treppenhäuser. Einige Räume wurden als Lager genutzt. Im Sacher-Gebäude steht der Lehrwerkstatt nun wieder weniger Platz zur Verfügung. Trotzdem werde der ausreichen, um die Lehrlinge gut ausbilden zu können, erklärt Frau Land.

Noch keine Pläne für das Gebäude in Bärenstein

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Das Gebäude in Bärenstein geht im April an die Stadt Altenberg zurück. „Was diese damit zukünftig vorhat, ist uns nicht bekannt“, sagt Katrin Meusinger von der Lange-Presseabteilung. Im Bärensteiner Ortschaftsrat sei die Rückgabe schon Thema gewesen. „Es gibt noch keine Pläne, was mit dem Gebäude werden soll“, sagt Ortsvorsteher Klaus Metze (Wählervereinigung). Als Asylunterkunft soll es aber nicht genutzt werden, ergänzt er. Über die Zukunft des Hauses werde er noch weitere Gespräche mit der Stadt und Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) führen.